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Freitag, 09.03.2018

Kuscheln mit dem Pokal

Die Dresdner Volleyball-Frauen genießen ihr Hoch – und sind dennoch auf das nächste Spiel gegen Erfurt fokussiert.

Von Michaela Widder

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Madison Bugg hat den Pokal im Bett...
Madison Bugg hat den Pokal im Bett...

© privat

  • Madison Bugg hat den Pokal im Bett...
    Madison Bugg hat den Pokal im Bett...
  • Katharina Schwabe hat den Ball im Blick.
    Katharina Schwabe hat den Ball im Blick.

Um 5.43 Uhr am Montagmorgen verschickte Madison Bugg ein Foto in die Whatsapp-Gruppe der Mannschaft. Sie – in ihrem Bett, kuschelnd mit dem Pokal und ihrer Medaille um den Hals. „Super Tag. Gute Nacht“, schrieb sie dazu. Ein paar Stunden zuvor hatte die US-Volleyballerin mit dem Dresdner SC das Pokalfinale gegen Wiesbaden gewonnen, und nun dauerte es zwei Tage, bis sie die Trophäe wieder herausrückte. Am Mittwoch brachte Bugg das neue Heiligtum des Klubs zum Training mit. Nach einer kurzen Fotosession steht es jetzt in der Geschäftsstelle auf dem Tresen.

Wer in diesen Tagen ein Ticket für die Partie gegen Erfurt am Samstag, 19.30 Uhr, selbst abholt, kommt dem Pokal schon ziemlich nah. Am Spieltag können die Fans die achteinhalb Kilo schwere Siegertrophäe selbst in die Höhe stemmen und sich damit in der Fotobox verewigen lassen.

Dieser Moment bei der Siegerehrung in Mannheim ist bei Katharina Schwabe noch sehr präsent, als Kapitän hielt sie das begehrte Stück als Erste in den Händen. Nun den Fokus auf das verbleibende letzte Hauptrundenspiel zu lenken, fällt der erfahrenen Dresdner Angreiferin dennoch nicht allzu schwer. „Es war jetzt gut und wichtig, mal frei zu haben. Ich war spazieren, bisschen shoppen und beim Eishockey“, erzählt sie. Zweieinhalb Tage gab es für die Volleyballerinnen schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr frei. „Wir hatten im Bus miteinander gesprochen, was wir alle machen wollen, doch dann waren wir einfach platt und sind kaum aus dem Bett hochgekommen“, erzählt Schwabe.

Am Mittwochnachmittag begann Alexander Waibl, der die kleine Auszeit intensiv mit Sohn Mika verbracht hatte, mit der Vorbereitung seines Teams auf das Erfurt-Spiel. Aber nichts mit locker-leicht – fünf Stunden Kraft- und Balltraining standen auf dem Programm. Rücksicht auf einige noch verträumte Pokalsiegerinnen nahm der Trainer allerdings nicht. „Ich fordere im Training schon gleich wieder Qualität.“

Die letzte Begegnung vor dem Start der Playoffs eine Woche später ist keine bedeutungslose. Der DSC strebt gegen Erfurt einen Sieg mit drei Punkten an, um seinen zweiten Platz in der Tabelle sicher zu verteidigen. Andernfalls könnte Verfolger Schwerin dem DSC diese Position mit einem klaren Sieg beim Spitzenreiter Stuttgart noch streitig machen. „Wir haben Bock auf dieses Spiel, egal wer der Gegner ist. Um die Konzentration bei den Mädels mache ich mir keine Sorgen“, meint Waibl.

Rechtzeitig vor dem Pokalfinale habe sein Team wieder in den Modus zurückgefunden, und der Trainer staunte einmal mehr über die „innere Geschlossenheit“ in dieser Saison. „Das ist eine Truppe, die nie auseinanderfällt, die an sich glaubt. Wir haben wieder unseren Volleyball gespielt und den müssen wir jetzt verbessern, um eine wichtige Rolle in den Playoffs zu spielen“, erklärt er. Die Lust auf weitere Erfolge ist groß, doch der Druck nun bei den anderen Top-Teams wie Stuttgart oder Schwerin. „Mindestens einer unserer Konkurrenten wird am Ende mit leeren Händen dastehen.“ So wie der DSC im vorigen Jahr.

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