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Montag, 28.12.2015

ZDF: Keine Manipulation bei Doku

Wladimir Putin
Wladimir Putin

© dpa

Mainz. Das ZDF hat Vorwürfe aus Russland zurückgewiesen, in einer Dokumentation über den russischen Präsidenten Wladimir Putin seien Szenen manipuliert worden. Das teilte der Fernsehsender am Montag mit. Die Kritik des russischen Staatsfernsehens Russia 1 an der am 15. Dezember ausgestrahlten Sendung „ZDFzeit: Machtmensch Putin“ beziehe sich auf die Aussage eines Gesprächspartners namens Jurij Labyskin. Der Mann hatte in die ZDF-Kamera gesagt, er habe als Freiwilliger aufseiten der prorussischen Separatisten in der Ostukraine gekämpft. Im russischen Fernsehen leugnete er dies später und sagte, er sei zu Falschaussagen verleitet worden.

Laut ZDF wurden der Name des Mannes in der Dokumentation geändert und sein Gesicht verpixelt. Labyskin sei in der russischen Exklave Kaliningrad, in der Ukraine und im ZDF-Studio Moskau interviewt worden. Der Reporter Dietmar Schumann habe ihn in Moskau persönlich getroffen. Schumann weist laut Mitteilung des ZDF, den Vorwurf, das Interview manipuliert zu haben, „in aller Deutlichkeit zurück“. „Die Original-Aufnahmen sowie das Interview wurden von der ZDF-Redaktion geprüft und gaben keinen Anlass, an der Aussage von Herrn Labyskin gegenüber dem ZDF zu zweifeln“, teilte der Sender mit. (dpa)