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Dienstag, 30.05.2017

Skatspielen ist jetzt Kulturerbe

© Symbolfoto: dpa

Bonn. Das Märchenerzählen, die Sächsischen Bergparaden und -aufzüge sowie das Skatspielen sind als immaterielles Kulturerbe in Deutschland ausgezeichnet worden. Die Deutsche Unesco-Kommission, Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Martina Münch (SPD), überreichten am Montagabend in Berlin Urkunden an Vertreter von insgesamt 34 Bräuchen. Zwei Initiativen, die Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur und die Erforschung von Flur- und Hausnamen in Bayern, wurden für die Aufnahme in das Register „Gute Praxisbeispiele“ ausgezeichnet.

Zu den 34 Bräuchen, die in die deutsche Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden, zählen etwa der Poetry Slam, die Flussfischerei an der Siegmündung in den Rhein, die Posaunenchöre und die Ostfriesische Teekultur. Insgesamt umfasst das deutsche Register des immateriellen Kulturerbes jetzt 68 Einträge, dazu kommen vier Einträge im Register „Gute Praxisbeispiele“.

Zum Immateriellen Kulturerbe der Unesco zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Seit 2003 unterstützt die UN-Kulturorganisation den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt solcher Kulturformen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Auf der internationalen Liste stehen mehr als 400 Eintragungen aus aller Welt, darunter die indische Yoga-Lehre, die belgische Bierkultur und die Genossenschaftsidee. (epd)