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Mittwoch, 10.10.2018

Rollentausch in der Yeti-Welt

Von Barbara Munker

Die Grundidee von „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ ist originell: Der Trickfilm spielt mit der Angst vor Yetis, Bigfoots und anderen haarigen Monstern, die in entlegenen Wäldern und Bergen hausen, und stellt dieses Bild von der großfüßigen Gefahr völlig auf den Kopf. Denn jetzt sind es animierte Yetis, die sich vor den Kleinfüßigen, den „Smallfoot“-Menschen, fürchten.

Der junge, weiß-zottelige Migo, der in einem Dorf voller Yetis hoch über den Wolken auf einer Bergspitze lebt, hält „Smallfoots“ für eine furchterregende Legende. Bis er zufällig einen Kleinfüßigen an einem Fallschirm entdeckt, der nach einem Flugzeugcrash aus dem Himmel im Schnee landete. Weder sein Vater glaubt ihm, noch der Dorfälteste Steinhüter, der die in Stein gehauenen Yeti-Gesetze verwaltet. Das Volk der Riesen lebt abgeschieden nach strengen Regeln, Menschenwesen gilt es um jeden Preis zu vermeiden.

Nur eine kleine Gruppe zotteliger Artgenossen, darunter das Yeti-Mädchen Meechee, glauben an die Existenz von Smallfoots und machen sich mit Migo auf die Suche. Dabei treffen sie auf den erfolglosen Videofilmer Percy, der vor den Hünen schreckliche Angst hat, aber eine sensationelle Story wittert. Dafür zieht er sogar mit den vermeintlichen Monstern mit.

Das animierte Action-Abenteuer hat witzige Szenen, doch leider hauen die Macher zu stark auf den Putz. Der Film ist mit lauter Musik, singenden Yetis, Klischees und Slapstick überfrachtet. Das geht auf Kosten von ausgefeilteren Dialogen und Tiefgang. Doch das Finale dürfte vor allem Kindern gefallen, aber auch Erwachsene mit einem wohlig warmen Gefühl aus der eisigen Welt der Yetis entlassen. (dpa)

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