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Sonntag, 20.05.2018

Neiße Filmfestival vergibt Preise

Das Gebäude des Gerhart-Hauptmann-Theaters in Zittau.
Das Gebäude des Gerhart-Hauptmann-Theaters in Zittau.

© dpa

Zgorzelec. Die slowakisch-tschechische Produktion „Nina“ von Juraj Lehotský hat den Hauptpreis beim 15. Neiße Filmfestival im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien gewonnen. „Der Gewinner überzeugt durch seine einfühlsame und authentische Sichtweise auf ein Kind, das mit den Nachwirkungen der Trennung seiner Eltern zu kämpfen hat“, hieß es in der Begründung der Jury. Der mit 5000 Euro dotierte Hauptpreis wurde am Samstagabend vom sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) im „Haus der Kultur“ im polnischen Zgorzelec überreicht. Dazu gehört eine Skulptur - der „Neiße-Fisch“.

Den Preis für die beste darstellerische Leistung erhielt Barbara Auer für ihre Rolle in „Vakuum“ von Christine Repond. Darin spielt sie eine Ehefrau, die während der Vorbereitungen auf ihren 35. Hochzeitstag erfährt, dass sie HIV-positiv ist und dass ihr Mann sie jahrelang mit Prostituierten betrogen hat. Den Preis für das beste Szenenbild vergab die Jury an Radoslaw Zielonka für seine Arbeit an der polnischen Produktion „Cicha noc“ („Stille Nacht“) von Piotr Domalewski. Als bester Dokumentarfilm wurde „Familienleben“ von Rosa Hannah Ziegler ausgezeichnet. Zu den weiteren Geehrten zählt auch der Regisseur Christian Petzold, der einen Ehrenpreis entgegennahm.

Das Neiße Filmfestival findet jedes Jahr in mehreren Städten des Dreiländerecks statt und widmet sich vor allem osteuropäischen Filmproduktionen. (dpa)