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Dienstag, 09.12.2008

Mäzenatin stiftet wertvolles Altarbild

Frankfurt/Main. Ein wertvolles Altarbild aus dem frühen 16. Jahrhundert hat die Frankfurter Mäzenatin Dagmar Westberg dem Städel Museum geschenkt. Das Triptychon, das mehrere Millionen Euro wert sein soll, befand sich seit einem Jahrhundert in Familienbesitz und gehört zu den bedeutendsten niederländischen Werken seiner Zeit, wie das Museum erläuterte. Das Gemälde ist das namengebende Hauptwerk des „Meisters der von Grooteschen Anbetung“.

Der Kunsthistoriker Max J. Friedländer hatte das dreiteilige Bild 1915 nach dem Besitzer benannt, der eigentliche Maler ist unbekannt.

Auf der Mitteltafel ist die Anbetung der Heiligen Drei Könige zu sehen, auf den Seitenflügeln zwei Szenen aus dem Alten Testament: Die Übergabe des Wassers aus Bethlehem an König David sowie die Königin von Saba vor König Salomon.

Westberg, Großnichte des Erfinders von Leukoplast, Tesa und Nivea, übergab das Gemälde an ihrem 94. Geburtstag. Sie hatte in Frankfurt nach dem Kriegsende lange für das US-Generalkonsulat gearbeitet. Die Öffentlichkeit kann das Bild ab heute sehen. (dpa)