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Dienstag, 26.02.2008

Dresdner Kunstsammlungen richten einzigartige Museumsdatenbank ein

Dresden. Die gut eine Million Kunstwerke im Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) sollen in den nächsten Jahren in einem elektronischen Verzeichnis erfasst und beschrieben werden. Der Freistaat stellt für den Aufbau der bundesweit einzigartigen Museumsdatenbank „Daphne“ bis 2018 insgesamt 15,5 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) bei der Vorstellung des Projekts am Dienstag in Dresden. Dafür soll befristet Fachpersonal eingestellt werden. „Damit sind wir endlich in der Lage, fernab von Restitutionen, die Bestände komplett zu erfassen“, sagte SKD-Generaldirektor Martin Roth.

Erste Überlegungen für ein solches Projekt gab es laut SKD bereits 2003. Von 2005 an entwickelte das Dresdner Unternehmen Robotron Datenbank-Software GmbH das Web-basierte Museumsmanagement-System, das seit 2006 im Netz ist. Benannt wurde es nach einem Ende des 16. Jahrhunderts geschaffenen Trinkgefäß im Grünen Gewölbe. An den Kosten von 400 000 Euro habe sich der Bund zur Hälfte beteiligt, sagte Roth. Das per Patent geschützte System der SKD und Robotron ist laut Stange möglicherweise auch für andere Einrichtungen nutz- und übertragbar. (dpa)