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Dienstag, 24.04.2018 Filmnächte

10 Filme, die SZ-Leser sehen wollen

Vor allem Komödien, Klassiker und Dramen liegen in der Gunst der SZ-Leser.
Vor allem Komödien, Klassiker und Dramen liegen in der Gunst der SZ-Leser.

© dpa/SZ

Dresden. Die Würfel sind gefallen. Oder besser: die Herzen vergeben. In einer Abstimmung haben unsere Leser vergangene Woche ihre persönliche Film-Wunschliste für die Filmnächte am Elbufer zusammenstellen können. Jeder hatte die Möglichkeit unter 100 Filmen zehn mit einem Herz-Symbol zu markieren.

Welchen Filmen flogen die meisten der insgesamt 11 395 vergebenen Herzen zu? Das sind die Plätze 10 bis 1 ...

Das sind Ihre Top 10

1 von 10

10. Das schweigende Klassenzimmer, Drama | Trailer ansehen

Es ist das Jahr 1956. Die Mauer ist noch nicht gebaut, doch das System der DDR ist bereits etabliert. Die Abiturienten Leo und Kurt leben in Stalinstadt. Während eines Besuchs in Westberlin schleichen sie sich ins Kino und erfahren in der Wochenschau von Aufständen in Ungarn. Zurück zu Hause erzählen sie ihren Freunden davon und hören im heimlich eingeschalteten Westradio, dass bei der Niederschlagung Hunderte Menschen ums Leben gekommen sind - die gesamte Klasse entscheidet sich kurzfristig, zu Unterrichtsbeginn zwei Schweigeminuten für die Opfer einzulegen. Doch ihr Schweigen wird schnell als politischer Akt ausgelegt, das Bildungsministerium ordnet eine Untersuchung an. Regisseur Kraume zeigt dabei auf bedrückende Weise, wie die Abiturienten von verschiedensten Seiten massiv unter Druck gesetzt werden. Die Geschichte basiert auf wahren Ereignissen.

Deutschland 2018, 111 Min., FSK ab 12, von Lars Kraume, mit Leonard Scheicher, Tom Gramenz, Anna Lena Klenke

9. ES, Horror | Trailer ansehen

Mit „Es“ kommt einer der größten Horror-Bestseller aller Zeiten zu den Filmnächten ans Elbufer: Der Film beginnt mit dem Mord am sechsjährigen Georgie Denbrough in der US-Kleinstadt Derry Ende der 80er Jahre durch den gruseligen Clown Pennywise. Eine Gruppe von Teenagern, angeführt von Georgies Bruder Bill, versucht, den Tod und weitere mysteriöse Geschehnisse in Derry aufzuklären - dabei merken sie schnell, dass sie sich ihren schlimmsten Ängsten stellen müssen, um die Taten des Clowns zu überleben. „Es“ funktioniert als eigenständiger Film, ist aber der erste von zwei Teilen einer Stephen-King-Verfilmung. In den USA hatte der Schocker bei Kritikern und Publikum zurecht riesigen Erfolg: Regisseur Andrés Muschietti setzt zwar auf ausgiebige Schockeffekte, überzeugt aber genauso in den Teilen, die vom schwierigen Heranwachsen der Teenager in der Provinz handeln.

USA 2017, 135 Min., FSK ab 16, von Andrés Muschietti, mit Jaeden Lieberher, Bill Skarsgard

8. Die Verlegerin, Drama | Trailer ansehen

Das Medien-Drama „Die Verlegerin“ spielt zwar 1971, aber er könnte angesichts der weltweiten Debatte um „Fake News“ und die Rolle der Presse nicht aktueller sein. Erzählt wird von der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere, einem Vorläufer der Watergate-Affäre, die schließlich US-Präsident Richard Nixon zu Fall brachte. Meryl Streep spielt Katharine Graham, die von vielen Seiten unterschätzte Verlegerin der Zeitung „The Washington Post“. Gegen erhebliche Widerstände der Nixon-Regierung und mit ihrem Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) an ihrer Seite entscheidet sie sich, die Papiere mit geheimen Informationen zum Vietnamkrieg zu veröffentlichen. Der Film von Regisseur Steven Spielberg und Meryl Streep in der Hauptrolle sind für Oscars nominiert.

USA 2017, 116 Min., FSK ab 6, von Steven Spielberg, mit Meryl Streep, Tom Hanks, Sarah Paulson, Bob Odenkirk

7. Pulp Fiction, Thriller | Trailer ansehen

Ist Pulp Fiction DER Kultfilm der 90er Jahre? Vielleicht. Immerhin hat er sich im SZ-Voting deutlich gegen The Big Lebowski durchgesetzt. In dem Film von Quentin Tarantino werden drei parallel verlaufende Handlungsstränge kunstvoll zusammengeführt. Der Boxer und seine Freundin, zwei Gangster und ihr Job, zwei Kleinganoven und ihr Auftritt im Restaurant ...

USA 1994, 178 Min., FSK ab 16, von Quentin Tarantino, mit John Travolta, Uma Thurman, Samuel L. Jackson

6. Italopop-Party: Der gezähmte Widerspenstige, Komödie | Trailer ansehen

Sogar in den DDR-Kinos war die Kult-Komödie zu sehen. Bei diesem Film sind alle happy - die Männer wegen der bezaubernden Ornella Muti und die Frauen wegen dem gut aussehenden Adriano Celentano.

Italien 1980, 104 Min., von Giuseppe Moccia, Franco Castellano, ,mit Ornella Muti, Adriano Celentano

5. Mord im Orient Express, Thriller | Trailer ansehen

Im Luxuszug „Orient-Express“, der zwischen Istanbul und Calais verkehrt, sitzt der belgische Privatdetektiv Hercule Poirot auf dem Rückweg von einem Auftrag. Schon bald wird ein Passagier, der Kunsthändler Ratchett, mit Messerstichen getötet - Poirot macht sich erneut an die Arbeit. Er erkennt, dass nur einer der exzentrischen Mitreisenden der Täter oder die Täterin sein kann. Und dass er sich beeilen muss, damit kein zweiter Mord passiert. Vierte Verfilmung des Romanklassikers von Krimikönigin Agatha Christie aus dem Jahr 1934. Shakespeare-Darsteller Sir Kenneth Branagh hat ein Star-Ensemble versammelt, er selbst spielt den legendären Ermittler.

USA, Großbritannien 2017, 154 Min., von Kenneth Branagh, mit Kenneth Branagh, Penelope Cruz, Willem Dafoe, Judy Dench, Johnny Depp, Michelle Pfeiffer

4. Mamma Mia! Here We Go Again, Musical | Trailer ansehen

Der Film ist die Fortsetzung von Mama Mia! und erscheint in Deutschland am 19. Juli 2018. Besetzt ist der Musical-Streifen wie schon der erste Teil mit reichlich Leinwand-Prominenz: Amanda Seyfried, Meryl Streep, Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard

USA, Großbritannien 2018, von Ol Parker, mit Amanda Seyfried, Meryl Streep, Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard

3. Dieses bescheuerte Herz, Komödie | Trailer ansehen

Der fast 30-jährige Lenny (Elyas M’Barek) hat außer Feiern nicht viel im Kopf. Als der missratene Sohn eines Herzspezialisten (Uwe Preuss) nach einer Sauftour seinen Sportwagen im väterlichen Pool versenkt, ist für Papa Schluss mit lustig: Lenny soll sich um den schwer herzkranken 15-jährigen David (Philip Schwarz) kümmern, sonst gibt es kein Geld mehr. Ganz allmählich entsteht zwischen dem orientierungslosen Partyhengst und dem lebenslustigen Teenager eine Freundschaft, die vieles verändert. Regisseur Marc Rothemund hat auf der Grundlage einer wahren Geschichte eine Komödie inszeniert, die sich ganz auf die Strahlkraft von Publikumsliebling Elyas M’Barek („Fack ju Göhte“) verlässt. Für Jungschauspieler Philip Schwarz bleibt dennoch genügend Raum, uns die Träume und Nöte eines gehandicapten Jugendlichen nahe zu bringen.

Deutschland 2017, 102 Min., FSK ab 0, von Marc Rothemund, mit Elyas M’Bayek, Philip Schwarz, Uwe Preuss

2. Fack Ju Göhte 3 | KomödieTrailer ansehen

Kaum zu glauben: Deutschlands chaotischste Klasse steuert aufs Abitur zu. Chantal, Danger, Zeynep und die anderen sind im Lernstress, denn ein Leistungstest soll zeigen, ob sie für die Prüfung antreten dürfen. Was versteht man unter einer Beugung am Einzelspalt? Und was bitte schön ist ein endoplasmatisches Retikulum? „So viele Buchstaben!“ Eine harte Aufgabe auch für Lehrer Zeki Müller, zumal er selbst plötzlich großen Ärger hat, denn die neue Lehrerin Biggi Elsberger hält ihren Kollegen für absolut unfähig. Chaos pur in „Fack ju Göhte 3“ - und ein Abschied. Denn der dritte Teil der erfolgreichen Kinoreihe ist gleichzeitig der letzte, der #finalfack. Am 26. Oktober startet der Film im Kino. Mit dabei natürlich wieder Elyas M’Barek als Zeki, Jella Haase in der Rolle der Chantal und Max von der Groeben als Danger. Neu im Team der Goethe-Gesamtschule ist Sandra Hüller, die das Lehrerkollegium ziemlich aufmischt.

Deutschland 2017, 118 Min., FSK ab 12, von Bora Dagtekin, mit Elyas M’Barek, Jella Haase und Sandra Hüller

1. Olsenbande Kultfilmnacht, Abenteuer | Best of ansehen

Egon sitzt im Knast. Der Dicke und der Dünne, also Kjeld und Benny, holen ihn ab. Und dann hat Egon wie immer einen Plan, der aufgehen würde, wenn nicht alle nur „Stümper und Amateure“ wären. Das Ganoventrio aus Dänemark war schon zu DDR-Zeiten Kult. Die SZ-Leser können von der Olsenbande aber offenbar auch heute einfach nicht genug bekommen und wünschen sich eine Kultnacht.

Welcher der insgesamt 14 Olsenbande-Filme gezeigt wird, wollen die Filmnächte noch bekanntgeben.

Die Top 10 der SZ-Leser wird in die Programmgestaltung der Filmnächte einfließen. „Für uns ist das Ergebnis eine äußerst hilfreiche Stütze“, sagte die Marketingleiterin des Filmfestes, Irina Schneider. Wann welcher Film gezeigt wird, steht noch nicht fest. Das komplette Filmprogramm wird exklusiv Mitte Mai in der SZ und auf sz-online.de veröffentlicht.

Zu erwarten ist wie schon in den vergangenen Jahren wohl ein Mix aus Kultfilmen, Klassikern und Blockbustern. Würde es jedoch nur nach den SZ-Lesern gehen, müssten die Macher der Filmnächte vor allem Streifen dieser fünf Genres wählen: Komödie, Drama, Abenteuer, Thriller, Action.

Auffällig bei der diesjährigen Abstimmung: Die Filmnächte-Mitbestimmer wollen etwas zum Lachen und offenbar auch zum Weinen sehen. Mit deutlichem Abstand vor den übrigen Filmkategorien setzten sich Komödien (3095 Stimmen) und Dramen (2688) durch.

Im vergangenen Jahr ging der Sieg an den sechsfachen Oscar-Preisträger „La La Land“, gefolgt von der Flüchtlings-Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“ und der Neuverfilmung des Disney-Klassikers „Die Schöne und das Biest“. Auch Animationsfilme wie „Findet Dorie“ und „Ich - Einfach unverbesserlich 3“ landeten 2017 noch auf den vorderen Rängen. Diesmal hat es kein einziger Animationsfilm in die Top 10 geschafft. (fsc)

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