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Freitag, 14.09.2018

Krokuswiese ist neues Projekt

Nach dem Arbeitseinsatz im Frühjahr ist am 6. Oktober der nächste geplant. Dann kommen Blumenzwiebeln in die Erde.

Von Heike Heisig

Eine Krokuswiese soll an der Lommatzscher Straße in Roßwein ab nächstem Frühjahr die Einheimischen und Durchreisenden erfreuen.
Eine Krokuswiese soll an der Lommatzscher Straße in Roßwein ab nächstem Frühjahr die Einheimischen und Durchreisenden erfreuen.

© DA-Archiv/André Braun

Roßwein. Einen Verschönerungsverein gibt es in Roßwein nach wie vor nicht. Trotzdem wirbt Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) weiterhin dafür, etwas für ein schöneres Roßwein zu tun. Im Zukunftsforum hatte er in der vergangenen Woche die Idee für ein nächstes Projekt vorgestellt: 10 000  Krokusse für die Grünfläche an der Lommatzscher Straße.

Wie der Rathauschef in dieser Runde berichtete, geht der Vorschlag auf Roßweins Stadtgärtner Ingolf Kirschstein zurück. Der könne sich vorstellen, dass die mit den Frühblühern versehene Fläche, die an einer stadtauswärtsführenden, aber dennoch zentrumsnahen Straße liegt, ein Hingucker wird, an dem sich die Einheimischen genauso erfreuen wie Durchreisende. „Dafür müssen es ja vielleicht nicht gleich 10 000 Krokusse sein“, relativiert Kirschstein die „Schlagzeile“. Ein paar weniger würden es gewiss auch tun.

Auf jeden Fall ist Hilfe nötig, die Zwiebeln in die Erde zu bringen. Auf Vorschlag des Bürgermeisters soll das am 6. Oktober passieren. An diesem Tag geht auf dem Platz vorm Rathaus der Herbstmarkt über die Bühne. Den könnten auch potenzielle Helfer noch besuchen und sich danach um 11 Uhr an der Lommatzscher Straße einfinden – so die bisherigen Überlegungen.

Bis dahin sollen die Krokuszwiebeln beschafft sein. Für einen Teil der Mitwirkenden werden noch Hilfsmittel zum Pflanzen in der Stadtgärtnerei vorhanden sein. Doch vielleicht bringt auch der eine oder andere noch eine kleine Grabehilfe mit.

Zwei Einsätze im Jahr sollten drin sein

Der Oktober-„Subbotnik“, so wurden in der DDR freiwillige Arbeitseinsätze am Wochenende genannt, ist dann der zweite in diesem Jahr. Schon im späten Frühjahr hatten der Bürgermeister und das Zukunftsforum zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen. Zu dem fanden sich ungefähr ein Dutzend Leute ein, die in verschiedenen Gruppen bei der Verschönerung der Stadt mit anpackten. Nicht allzu viele, fanden die meisten, die an diesem Sonnabendvormittag selbst im Einsatz gewesen sind. Immerhin gibt es regelmäßig Beschwerden darüber, wie schmutzig die Stadt an manchen Stellen aussieht.

Beim Verschönern waren dann wieder einige von denjenigen dabei, die schon in der Woche freiwillig Rabatten pflegen. Und auch Vertretern des Zukunftsforums teilte Bauhofchefin Monika Weigel Arbeit zu. Die wartete unter anderem an der Hundewiese. Die sollte neu eingezäunt werden. Vorher allerdings musste der alte Maschendrahtzaun weg, der stellenweise arg ramponiert, teils sogar niedergetrampelt war.

Weiterhin galt es, Sträucher und Bäume an der Mulde sowie am Muldenradweg zurückzuschneiden. Ein Trafohäuschen wurde gestrichen und von Sprühereien befreit. Und eine größere Gruppe machte sich auf dem Platz an der Ecke Etzdorfer/Böhrigener Straße zu schaffen. Dort war ein Brunnengestell mit Grünzeug überwuchert. Von diesem Bewuchs haben es die Helfer befreit. Wenn Zeit ist, wollen die Mitarbeiter des Bauhofes den Mauerring reparieren und versuchen, dort ein Wasserspiel zu integrieren.

Solche Arbeitseinsätze soll es in Zukunft zweimal im Jahr geben. „Mehr könnte die Hilfsbereitschaft überstrapazieren“, befürchtet der Bürgermeister. Er hofft nach wie vor, dass sich wie in Waldheim auch in Roßwein irgendwann ein Verschönerungsverein findet und gründet.