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Montag, 18.06.2018

Kreispokalfinale wird nicht wiederholt

Noch steht der Kreispokal in einer Vitrine der Handballfrauen der HSG Weißeritztal. Doch schon bald wird Spielleiter Torsten Kretschmer die Trophäe abholen – und sie dem nachträglichen Gewinner übergeben. Nachdem sowohl der eigentliche Sieger des diesjährigen Finales, HC Sachsen Neustadt-Sebnitz II, und dann nach einem Protest des HCS auch noch Weißeritztals Reserve nachträglich disqualifiziert wurden (SZ berichtete), ist die dritte Mannschaft der Sportfreunde 01 Dresden zum Pokalsieger gekürt worden. Das Team war im Halbfinale mit 14:21 gegen Weißeritztal II ausgeschieden, und die letzte Mannschaft im Wettbewerb, die für den Titel infrage kam.

Die Entscheidung wurde bei einer Sitzung der Technischen Kommission getroffen. „Eine Neuansetzung des Finales hätte aus Termingründen frühestens im August geklappt. Das ist zeitlich zu weit weg vom Finale Ende April“, sagt Kretschmer. „Zudem haben beide Endspielteilnehmer Fehler gemacht, und die Entscheidung zugunsten der Sportfreunde ist regelkonform.“

Beim Pokalfinale in Wilsdruff gewann Kreismeister HCS II gegen Titelverteidiger Weißeritztal II 24:21 nach Verlängerung. Jedoch wurde ihm der Sieg kurz nach der Schlusssirene aberkannt. Die HCS-Reserve hatte zwei Spielerinnen aus seinem damaligen Sachsenliga-Team dabei, die nicht hätten eingesetzt werden dürfen. Ähnlich war es bei dem Gegner, der im Bezirkspokal Akteurinnen der „Zweiten“ spielen ließ. So wurden beide Endspielteilnehmer disqualifiziert. HSG-Präsident Lothar Tränkner hatte angekündigt, womöglich gegen die Disqualifikation vorzugehen. Laut Kretschmer führte ein solcher Protest aber nicht zu einer Neuansetzung. „Mit dem jetzigen Ergebnis kann ich leben“, sagt hingegen Torsten Prenzel, Teambetreuer von Bezirksliga-Aufsteiger HCS II, der das Double aber somit verpasst hat. „Es ist zwar ärgerlich, dass alles so kam. Es war jedoch eine vernünftige Entscheidung. Und die Sportfreunde wird es sicher freuen.“ (skl)