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Dienstag, 03.07.2018

Kreisfußball ordentlich durcheinander gewirbelt

Von Thomas Riemer

Unübersichtliche Szene beim Kreispokalfinale zwischen Tauscha und Kreinitz (3:1). Ähnlich unübersichtlich war bisher die Zusammensetzung der Ligen im Kreisverband Fußball Meißen. Foto: A. Hübschmann
Unübersichtliche Szene beim Kreispokalfinale zwischen Tauscha und Kreinitz (3:1). Ähnlich unübersichtlich war bisher die Zusammensetzung der Ligen im Kreisverband Fußball Meißen. Foto: A. Hübschmann

© Anne Hübschmann

Es war bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Meißner Kreisoberliga. Erst am allerletzten Spieltag krönte die SG Canitz eine tolle Saison mit dem Kreismeistertitel. Der Landesklasse-Absteiger des Vorjahres Meißner SV hatte zwar in den Wochen zuvor eine furiose Aufholjagd gestartet und sich dabei auch ein komfortables Torepolster geschaffen, musste sich jedoch am Ende mit dem Vize-Rang begnügen. Glück im Unglück: Auch das hätte den Domstädtern zum Wiederaufstieg gereicht, weil sie damit als bester Vizemeister der sächsischen Kreisoberligen, und nach dem Verzicht des Coswiger FV, in die Landesklasse gelangt wären.

Nun ist der Meißner SV alleiniger Aufsteiger aus dem Landkreis Meißen. Denn: Gleich nach dem Titelgewinn gaben die Canitzer ihrerseits den Verzicht auf die Landesklasse bekannt. Für diese verspätete Entscheidung droht ihnen nun eine Geldstrafe vom Sächsischen Fußballverband (SFV), eine endgültige Entscheidung dazu steht aber noch aus. In einem ähnlichen Fall musste der SV Barkas Frankenberg, der sich nach dem Stichtag zum freiwilligen Rückzug aus der 7. Liga entschied, 800 Euro Geldstrafe zahlen.

Mit diesem Thema, aber auch anderen Fragen sieht sich nun der Kreisverband Fußball Meißen (KVF) konfrontiert. Dort gibt es – ebenfalls nach einer Entscheidung in letzter Minute – mit dem SV Fortschritt Meißen-West nur einen Absteiger. Für die Meißner rückt der Tabellenerste der Kreisliga nach – der SV Traktor Kalkreuth. Die Absteiger aus der Kreisliga (A) sind SV Strehla 2. und TSV 1862 Radeburg 2. Der SV Röderau-Bobersen und der SV Sachsen Zeithain vereinigen sich und bilden in der Kreisliga (A) im kommenden Spieljahr eine gemeinsame Spielgemeinschaft, teilte der Spielausschuss-Vorsitzende beim KVF Bernd Lipinski mit.

Weiter geht’s: Die Reserve der SG Canitz komplettiert als Staffelsieger der 1. Kreisklasse in der neuen Saison die Kreisliga. Auch in der Kreisklasse steht ein Zusammenschluss ins Haus. Der SV Motor Sörnewitz und die zweite Mannschaft des SV Fortschritt Meißen-West gehen künftig einen gemeinsamen Weg und bilden in der 1. Kreisklasse im kommenden Spieljahr eine Spielgemeinschaft. Mit den Erstplatzierten der 2. Kreisklasse – also SV Frauenhain und SV Stauchitz 47 – wird das Kreisklasse-Feld aufgestockt. Zurückziehen werden sich dagegen die Reserve-Teams des SV Strehla und des SV Lampertswalde.

Fairplay wird durch KFV belohnt

Unterm Strich sieht sich der KVF Meißen dadurch gezwungen, Korrekturen an den Staffelstärken der Spielserie 2018/19 vorzunehmen. Demzufolge werden in der Kreisoberliga 14 Teams um den Titel kämpfen. In der Kreisliga sind es zwölf, in der 1. Kreisklasse 14, in der 2. Kreisklasse nur noch zehn Mannschaften.

Für die gerade abgelaufene Saison hat der Spielausschuss des KVF Meißen jetzt auch die Gewinner in der sogenannten Fair-Play-Wertung bekannt gegeben. Diese Mannschaften sollen mit zusätzlichen finanziellen Mitteln für den Fairplay-Gedanken durch Regeleinhaltungen, Wertschätzungen von Schiedsrichterleistungen und respektvollen Umgang sowie gegenseitiger Achtung mit dem sportlichen Gegner erhalten. Die Sieger sind Großenhainer FV 2. (Kreisoberliga), der TSV Garsebach (Kreisliga), der SV Baßlitz (1. Kreisklasse) sowie der SV Lampertswalde 2. (2, Kreisklasse).