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Freitag, 14.09.2018

Koweg-Männer wollen keine Überraschung

Von Frank Thümmler

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  • Neuzugang Aurelius Stankevicius war im ersten Spiel für Koweg Görlitz eine echte Waffe und erzielte sieben Feldtore. Am Sonntag wird es auch auf seine Routine gegen das junge Leipziger Team ankommen.Foto: H.-E. Friedrich
    Neuzugang Aurelius Stankevicius war im ersten Spiel für Koweg Görlitz eine echte Waffe und erzielte sieben Feldtore. Am Sonntag wird es auch auf seine Routine gegen das junge Leipziger Team ankommen.Foto: H.-E. Friedrich

Handball, Sachsenliga Männer

SV Koweg Görlitz – SG Leipzig IIISo.,17.00

Der Leistungsstand der Gäste ist (noch) schwer einschätzbar – als starker Meister der Verbandsliga West ist dem Gast aber einiges in der höheren Spielklasse zuzutrauen. Den Leipzigern reichte am letzten Spieltag nach einem packenden Fight ein 22:22 über den Zweitplatzierten Zwönitzer HSV zur Ligakrone. 2016 musste Leipzig als Tabellenelfter (15:29) den Gang in die Verbandsliga auf sich nehmen, gemeinsam mit Schlusslicht Zwönitz (8:36). Nun sind beide Teams wieder zurück, denn auch der Zwönitzer HSV als Vizemeister nahm das Angebot des Aufstiegs an. Für die SG LVB Leipzig gab es im Sommer dieses Jahres noch eine strukturelle Veränderung. Die beiden Leuchttürme in der Messestadt, LVB und DHfK haben im Männerbereich eine Spielgemeinschaft gegründet. Nur die Bundesligaprofis behalten ihren alten Markennamen. Das Drittligateam startet als SG Leipzig II, die Sachsenliga-Truppe demnach als dritte Mannschaft. Das Ziel der Zusammenarbeit ist eine optimale Nachwuchsförderung. Ins Team von Gabor Knappe und Arnim Mühlberg sind fünf neue Spieler hinzugestoßen, vier davon sind unter 23 Jahre. Der Klassenverbleib ist oberstes Saisonziel der Messestädter. So richtig austoben durften sich die Gäste bisher allerdings nur im Pokalwettbewerb. Dort gelang eine Woche vor dem Saisonauftakt ein 32:26 beim Verbandsligisten HSV Weinböhla – allerdings hatte die Partie noch ein Nachspiel. Aufgrund der „Teilnahme eines nicht spielberechtigten Spielers“ wurde der Pokalfight gegen die SG Leipzig gewertet. Am darauffolgenden Wochenende entfiel das Auftaktspiel in eigener Halle. Der HVH Kamenz trat nicht in der Messestadt an. Und am vergangenen Wochenende hatte Leipzig, wie auch Koweg, spielfrei. Es ist folglich schwer abschätzbar, wie gut sich die SG schon für die neue Saison eingestellt hat. Den Fehler, diese Truppe zu unterschätzen, werden die Görlitzer aber keineswegs begehen. Die Koweg-Herren werden alles daran setzen, das Publikum wie schon im ersten Heimspiel gegen Neudorf/Döbeln (28:21) mit Herzblut, Leistung und attraktivem Tempohandball zu begeistern. Und daran werden sich wohl fast alle Spieler beteiligen können. Fabrice Türkowsky kommt nach seiner Knöchelverletzung aus dem Testspiel gegen Riesa langsam wieder zurück. Für Patrick Michel gilt Gleiches. Dass der Rest der Truppe fit und anwesend ist, stimmt Domko recht optimistisch. (re)

Handball, Sachsenliga Frauen

SC Hoyerswerda – Koweg Görlitz Sa.,18.30

Nach dem Abstieg von Rödertal II und dem Radeberger SV am Ende der vergangenen Saison ist dies das verbliebene Ostsachsenderby. Hoyerswerda konnte den Abstieg in buchstäblich letzter Sekunde vermeiden, mit einem 19:18-Sieg ausgerechnet gegen Koweg Görlitz. Danach gab es einen personellen Umbruch: Vier Spielerinnen sind von der B-Jugend nach oben gerückt. Nadja Irmisch, die im Juniorteam des HC Rödertal eine gute Rolle gespielt hat. ist zurückgekehrt. Demgegenüber stehen fünf Abgänge aus privaten und beruflichen Gründen, unter anderem auch der Ex-Görlitzer Torfrau Nicole Seidel. Trainer René Althaus hat seit dem Frühjahr mit Damian Reichart einen Co-Trainer. Die Hoyerswerdaer rechnen am Sonnabend damit, dass die Görlitzerinnen alles daran setzen werden, für die bittere 18:19-Niederlage im Frühjahr Revanche zu nehmen. Damit dürften sie richtig liegen. Koweg-Trainer Jörg Adam fährt mit ähnlich vielen jungen Spielerinnen in die Zusestadt. Die haben allerdings allesamt schon Oberligaaerfahrung. (fth)

Fußball, Sachsenliga

FV Eintracht Niesky – FC 1910 Lößnitz

Sa., 15.00 Uhr

Der Saisonstart verlief für die Lößnitzer, die von vielen als Titelfavorit gehandelt werden, optimal. Nach einem 3:0-Heimsieg am ersten Spieltag gegen Pirna konnte man auch auswärts gegen Taucha mit 2:1 gewinnen. Damit nicht genug. Auch im Sachsenpokal zeigten sich die Erzgebirgler äußerst treffsicher. In der ersten Runde fegte man den Ligakonkurrenten aus Markranstädt mit 6:2 vom Platz und auch die zweite Runde überstanden die Rot-Weißen souverän. Die bisherigen Vergleiche der beiden Teams waren immer sehr knapp. Im letzten Jahr konnte die Eintracht einen Punkt auf der Jahnsportstätte behalten und ging im Erzgebirge nach einer sehr engen Partie mit leeren Händen vom Platz. Vor dieser schweren Aufgabe kommt das Fehlen von Routinier Stefan Süß einer Hiobsbotschaft gleich. Glücklicherweise kehrt aber mit David Preuß ein Defensivstabilisator zurück in die Mannschaft. Nach dem 3:0-Heimsieg am letzten Wochenende im Pokal gegen Glauchau will die Mannschaft den Schwung mitnehmen und dem Favoriten aus dem Erzgebirge einen Punkt abringen. Dann könnte man in Niesky nach drei Spielen und vier Punkten - auch angesichts der Gegner - von einem zufriedenstellenden Saisonstart sprechen. (tg)

Fußball, Kreisoberliga

Die Kreisoberliga meldet sich nach der Pokalpause mit dem fünften Spieltag zurück. Der Spitzenreiter aus Holtendorf eröffnet bereits am Sonnabendmittag den Spieltag bei der zweiten Mannschaft von Eintracht Niesky. Die Gastgeber liegen nur drei Punkte hinter Holtendorf auf Platz sechs. Ein Spaziergang wird diese Aufgabe für die Holtendorfer sicher nicht. Dahinter tummeln sich mit dem GFC Rauschwalde und dem SC Großschweidnitz-Löbau (beide neun Punkte) zwei Teams, die man nicht unbedingt in dieser Tabellenregion erwartet hätte. Jetzt treffen die Kontrahenten im Topspiel des Wochenendes in Großschweidnitz aufeinander. Für welches Team brennt im Keller noch das Licht? Diese Frage wird am Sonntag beantwortet, wenn auf der schlesischen Wuhlheide die sieglosen Teams aus Friedersdorf und Olbersdorf aufeinandertreffen. Für den Verlierer wird es nach dem Spieltag schon ziemlich ungemütlich. Olbersdorf überraschte zuletzt mit einem 2:0-Erfolg im Pokal gegen Ligakonkurrent Neueibau, Friedersdorf nutzte die Zeit zum Kräfte tanken. (stw)