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Freitag, 23.06.2017

Kommentar: Wer hoch pokert, kann viel verlieren

Daniela Pfeiffer über die Entwicklung in Hagenwerder

Lange Gesichter in Hagenwerder. Man glaubte wohl lange an eine Lösung – Stadion parallel zu Sportplatz Hagenwerder. Aber da wird der Freistaat nicht mitspielen, wie er deutlich sagt. Hat die Stadt im Spiel um die Sportstätten etwa zu hoch gepokert und verliert nun entsprechend viel? Immerhin gab man sich noch vor Monaten zuversichtlich. Ist das Rathaus das noch immer? Gibt’s vielleicht noch ein Ass im Ärmel? Wenigstens aber einen Kompromiss? Die Öffentlichkeit hätte schon ein Recht, das zu erfahren. Aber das Rathaus schweigt sich aus.

Eine Sportstätte, die alle loben, sang- und klanglos zu streichen, kann nicht im Interesse der Stadt sein. Zwar ist der übrige Vereinsbetrieb im Sportzentrum der ISG nicht betroffen – aber was ist er noch ohne Fußball?

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Warum die Fußballer nun bestraft werden, ist nicht nachvollziehbar. Für viele sieht es so aus, als seien die Fluttöpfe von 2010 nur eine willkommene Gelegenheit für die Stadt gewesen, endlich das Stadion der Freundschaft zu sanieren – und Pläne umzusetzen, die schon lange in der Schublade vor sich hin staubten. Wenn jetzt die Kritik aus Hagenwerder kommt, den ganzen Deal über den Rücken des Ortsteiles hinweg entschieden zu haben und ihm nun wieder ein Stück seiner Identität zu nehmen, ist das wohl mehr als berechtigt.