erweiterte Suche
Freitag, 12.10.2018

Königsufer-Filetstücke werden zwangsversteigert

Blick vom Turm der Hofkirche auf das Königsufer und den Neustädter Markt.
Blick vom Turm der Hofkirche auf das Königsufer und den Neustädter Markt.

© Sven Ellger

Noch bevor der Wettbewerb zur künftigen Bebauung des Königsufers und des Neustädter Markts im Februar 2019 zu Ende geht, stehen jetzt zwei Flächen aus dem Areal zur Zwangsversteigerung an. Es handelt sich um zwei zusammenhängende Grundstücke an der Wiesentorstraße, gelegen zwischen der Augustusbrücke und dem Gelände der Filmnächte. Derzeit parken darauf Wohnmobile und ihre Nutzer haben wohl einen der schönsten Ausblicke auf die Altstadtsilhouette.

Am 26. Oktober ab 14 Uhr können Interessenten am Dresdner Amtsgericht auf der Roßbachstraße 6 für die beiden Grundstücke mitbieten. Dafür müssen sie allerdings tief in die Tasche greifen. Denn das Größere mit 3 889 Quadratmetern kostet laut Gutachten 3,71 Millionen Euro. Das Kleinere mit 560 Quadratmetern hat einen Verkehrswert von 300 000 Euro. Beide gehören mehreren Eigentümern. Offenbar konnten sie sich nicht einigen, was mit den Flächen in Zukunft passieren soll.

Der künftige Erwerber ersteigert mit ihnen zwei absolute Filetstücke mit Traumblick. Doch was er mit ihnen machen kann, steht noch nicht fest. Denn mit dem Wettbewerb wird erst noch festgelegt, was und in welcher Höhe dort gebaut werden darf. Bisher wurden aus 28 Architektur-Entwürfen fünf ausgesucht, die jetzt weiterbearbeitet werden. Der Wettbewerb geht mit einer in Dresden bisher beispiellosen Bürgerbeteiligung einher.

So gab es zum Start des Verfahrens einen Workshop, um herauszufinden, was sich die Bürger für das Königsufer und den Neustädter Markt wünschen. Danach wurden die eingesandten Entwürfe für drei Tag der Öffentlichkeit vorgestellt, die auf Hinweiszetteln vermerken konnte, was sie daran gut und schlecht findet. Auch aufgrund dieser Anmerkungen wurden fünf Entwürfe ausgewählt. Diese werden überarbeitet und vom 5. bis 7. Februar erneut für die Öffentlichkeit ausgestellt. Die Jury entscheidet am 11. und 12. Februar über den endgültigen Sieger. Er wird bei einer Ausstellung am 18. Februar 2019 gezeigt. (SZ/kh)