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Montag, 14.08.2006

Kölner Polizei zerschlägt Drogenring

Köln - Die Kölner Polizei hat einen international agierenden Drogenring zerschlagen und knapp 20 Kilogramm Kokain sichergestellt. Die mutmaßlichen Bandenchefs aus Köln und Belgien sowie mehrere Komplizen wurden in Untersuchungshaft genommen, wie die Polizei am Montag in Köln nach mehrmonatigen Ermittlungen mitteilte. Elf Haftbefehle im In- und Ausland seien in einem gemeinsamen Einsatz deutscher und belgischer Polizisten vollstreckt worden. Die oberste Hierarchie-Ebene der Bande agierte von Belgien aus, wie ein Kölner Polizeisprecher sagte. Ein 40-jähriger Kölner und sein Bruder sollen in einer zweiten Hierarchie-Ebene von der Domstadt aus illegale Transporte von Südamerika über Deutschland nach Belgien organisiert haben.

Erste Hinweise auf den Drogenring hatten die Rauschgiftfahnder bereits zu Jahresanfang erhalten. Als Kopf der Bande gelten dabei vier aus Surinam stammende Brüder (30 bis 39 Jahre), die in Belgien lebten und von dort agierten. Zu den Mittätern gehören nach derzeitigem Erkenntnisstand neben den Kölnern auch mehrere Belgier und Italiener. Mehrere Kokain-Transporte konnten abgefangen werden, wie der Kölner Sprecher sagte. Darunter war ein wichtiger Teilerfolg die Festnahme eines 46-jährigen Kuriers am Frankfurter Flughafen, der nach seiner Ausreise aus Venezuela sechs Kilogramm Kokain im Gepäck hatte. Er sei inzwischen zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Später - im Mai und Juni - wurden in Köln größere Kokain-Mengen sichergestellt. Die Kölner Verdächtigen sollen als Teil des internationalen Rings tätig gewesen sein und dafür mehrere Kuriere angeworben haben. Zugleich hätten die Kölner Täter einen eigenständigen Kokainhandel unterhalten. (dpa)