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Dienstag, 10.07.2018

Kodersdorf und Horka bauen in Särichen ein Feuerwehrhaus

Die Planung für den Neubau an der Mückenhainer Straße sind vergeben. Offen ist noch, wie viel es an Fördergeld geben wird.

Von Steffen Gerhardt

In Särichen am Abzweig nach Mückenhain, wo jetzt noch die alte Scheune steht, wird der Standort des neuen gemeinsamen Gerätehauses der Feuerwehren von Särichen und Mückenhain sein.
In Särichen am Abzweig nach Mückenhain, wo jetzt noch die alte Scheune steht, wird der Standort des neuen gemeinsamen Gerätehauses der Feuerwehren von Särichen und Mückenhain sein.

© André Schulze

Dort, wo jetzt noch in Särichen die massive Scheune an der Einmündung nach Mückenhain steht, soll künftig das gemeinsame Feuerwehrhaus der Ortswehren Särischen und Mückenhain seinen Platz haben. So sehen es die Planungen vor, die die Gemeinde Kodersdorf jüngst vergeben hat. Ein Görlitzer Ingenieurbüro wird das Haus zu Papier bringen, das künftig den beiden Ortswehren als Domizil dienen soll. Wie Bürgermeister René Schöne sagte, sind beide Gemeinden seit zwei Jahren im Gespräch und verhandeln über ein gemeinsames Feuerwehrhaus. „Dieses soll als zentraler Feuerwehrstützpunkt zur gemeinsamen Nutzung beider Ortsfeuerwehren dienen.“

Über die interkommunale Zusammenarbeit zweier Kommunen streben diese eine 90-prozentige Förderung an. Unter dieser Bedingung hat der Horkaer Gemeinderat dem Bauvorhaben in Särichen zugestimmt. Bürgermeister Christian Nitschke begründet das mit der finanziellen Situation der Gemeinde: „Mückenhain braucht ein neues Haus für die Feuerwehr, aber eine eigenständige Lösung ist für uns zu teuer.“ Auch Kodersdorf rechnet mit der 90-prozentigen Förderung. Sollte die ausbleiben, müsse das ganze Vorhaben neu durchdacht werden. Denn Kodersdorf hat laut abgeschlossener Zweckvereinbarung mit Horka die Planung und Ausführung des Bauvorhabens übernommen. Was die Baukosten betrifft, so trägt jede Gemeinde die Hälfte davon. Was da auf jede Kommune zukommt, wird die in Auftrag gegebene Planung zeigen.

Da noch nicht sichergestellt ist, wie viel Geld es gibt, wird erst einmal nur bis zum Fördermittelantrag geplant. Alles Weitere soll stufenweise beauftragt werden, beschloss der Gemeinderat.

Das neue Haus soll nicht nur zwei Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge bieten. Wobei Mückenhain darauf hofft, nicht mehr mit einem Barkas B 1000, sondern mit einem richtigen Löschfahrzeug einziehen zu können. Dazu kommt ein Schulungsraum für beide Wehren, Büros für die Wehrleiter, Umkleide- und Sanitärräume und ein Lager. Eine Benutzungsordnung soll, wie der Name schon sagt, die Verwendung der gemeinsamen Räume regeln. Um Gerüchten vorzubeugen, verweisen beide Bürgermeister darauf, dass zwar die beiden Ortswehren unter ein Dach ziehen. Aber die Eigenständigkeit der Mückenhainer und Särichener bleibt bestehen.