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Mittwoch, 08.08.2018

Kodersdorf bekommt Millionenförderung

Innerhalb kürzester Zeit flatterte jetzt der Bescheid für die Schulerweiterung ins Haus. Damit ist die Finanzierung des Bauvorhabens gesichert.

Von Frank-Uwe Michel

Frohe Kunde für Schüler, Lehrer und Eltern: Die Finanzierung für den Erweiterungsbau der Kodersdorfer Oberschule ist gesichert.
Frohe Kunde für Schüler, Lehrer und Eltern: Die Finanzierung für den Erweiterungsbau der Kodersdorfer Oberschule ist gesichert.

© Jens Trenkler

Kodersdorf. Schnelles Reagieren sichert – im günstigsten Fall – einen Batzen Geld. So geschehen in Kodersdorf. Dort hatte Bürgermeister René Schöne erfahren, dass im sächsischen Förderprogramm „Vitale Dorfkerne“ noch vier Millionen Euro schlummern und auf eine sinnvolle Verwendung warten. Der Gemeindechef aktivierte daraufhin seine Mitarbeiter und zusammen strickte man den Fördermittelantrag für den Erweiterungsbau der Adolf Traugott von Gersdorf Oberschule so passend, dass er auf das besagte Programm anwendbar war. „Man kann schon sagen, dass wir die notwendigen Unterlagen innerhalb einer Nacht zusammengestellt haben“, schmunzelt er noch heute über diesen Coup. Denn der ist es nun tatsächlich: Innerhalb kürzester Zeit bekam die Gemeinde einen Fördermittelbescheid über 1,25 Millionen Euro zugestellt, mit einer Förderquote des Gesamtvorhabens von 75 Prozent. Damit macht die Kommune sogar noch gehörig Plus. Schöne: „Gegenüber der ursprünglichen Finanzplanung sind damit noch 500 000 Euro übrig, die wir nun für andere Projekte verwenden können.“

Allerdings mussten die Kodersdorfer wegen des Umstiegs auf das andere Förderprogramm auch geringfügige Abstriche in Kauf nehmen. So kann mit dem staatlichen Zuschuss nur in den Anbau inklusive Treppenhaus und dreier neuer Klassenzimmer sowie in den Brandschutz investiert werden. Die Gestaltung des Schulumfeldes und die ebenfalls notwendige Sanierung des Sportplatzes muss dagegen anderweitig finanziert werden.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatten sich die Gemeinderäte dafür ausgesprochen, für mehr Platz in der Oberschule zu sorgen und die Lernbedingungen der rund 320 Mädchen und Jungen zu verbessern. Die neu entstehenden Unterrichtsräume sind künftig für Neigungskurse vorgesehen. Zur Finanzierung hatte man ursprünglich das Landesprogramm für den Schulhausneubau auserkoren, der Fördersatz liegt dort bei 40 Prozent. Die erforderlichen Eigenmittel stellte die Gemeinde für 2018 und 2019 bereits in den Haushalt ein. Nach der Schaffung der Planungsreife in diesem Jahr soll voraussichtlich im nächsten Jahr gebaut werden.