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Freitag, 12.10.2018

Kirsten vor Comeback gegen Hainsberg

Von Jürgen Schwarz

Als Publikumsliebling verließ „Benny“ Kirsten 2015 die SG Dynamo Dresden. Bei Lok Leipzig hat der mittlerweile 31-Jährige seinen Vertrag bis 2020 verlängert.Foto: Robert Michael
Als Publikumsliebling verließ „Benny“ Kirsten 2015 die SG Dynamo Dresden. Bei Lok Leipzig hat der mittlerweile 31-Jährige seinen Vertrag bis 2020 verlängert.Foto: Robert Michael

© Robert Michael

Vom Freitag bis Sonntag wird die dritte Runde um den Fußball-Sachenpokal ausgetragen. Insgesamt werden 16 Spiele angepfiffen. Mit dem SC Syrau und Blau-Weiß Crottendorf sind noch zwei Kreispokalsieger dabei. Auch Drittligist FSV Zwickau, der in Neugersdorf sicher vor einer hohen Hürde steht, sowie die sächsischen Regionalligisten greifen ins Geschehen ein.

Pokalverteidiger BSG Chemie Leipzig trifft im Stadtduell auf den FC Blau-Weiß. Aus Sicherheitsgründen und auch, um möglichst viele Zuschauer ins Stadion zu locken, wurde die Partie in den Alfred-Kunze-Sportpark nach Leipzig-Leutzsch verlegt. Gedreht wurde auch die Partie von Landesklässler Hainsberger SV gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig. „Es ist natürlich sehr schade, dass wir nicht zu Hause spielen dürfen. Aber die Sicherheit geht nun einmal vor“, sagt Routinier Jens Georgi. „Wir werden trotzdem das Spiel nicht herschenken. Es wird eine Herausforderung für uns und ein Highlight für den gesamten Verein werden.“

In seiner letzten Oberliga-Saison beim Borea-Vorgänger FV Dresden-Nord traf Georgi vor fast genau zehn Jahren in einem Pflichtspiel auf die „Loksche“. In der Elbestadt stand es am Ende 2:2, im Leipziger Bruno-Plache-Stadion unterlagen die Dresdner dann ohne Georgi mit 0:2. Auch am Sonnabend wird ab 14 Uhr an traditionsreicher Stätte in Probstheida gespielt. Schiedsrichter der Partie ist Mario Wehnert (Haselbachtal), die Einnahmen werden zwischen dem Sächsischen Fußball-Verband (SFV) sowie beiden Vereinen aufgeteilt.

Für die Leipziger ging vor einer Woche eine sportliche Talfahrt mit dem 2:0-Punktspielsieg in Bautzen zu Ende. Zuvor hatte Lok sieben Spiele infolge nicht gewonnen und zwischenzeitlich auch den verdienstvollen Trainer Heiko Scholz beurlaubt. Sein Nachfolger ist Björn Joppe, an dessen Seite agiert Markus Krug als spielender Co-Trainer. Alle Lok-Kicker sind erstmals seit dieser Saison Vollprofis. Auch Torhüter Benjamin Kirsten, der seinen Vertrag bis 2020 verlängert hat, aber sieben Wochen aufgrund einer Verletzung außer Gefecht war.

Der ehemalige Publikumsliebling der SG Dynamo stand bis 2015 in Dresden unter Vertrag. Danach war er vereinslos und spielte einige Wochen beim holländischen Zweitligisten NEC Nijmegen, ehe Lok den 31-Jährigen im November 2016 unter Vertrag nahm. Durchaus möglich, dass „Benny“ gegen Hainsberg sein Comeback zwischen den Pfosten des Leipziger Tores feiert - für die Hainsberger sicherlich eine zusätzliche Motivation, den namhaften Schlussmann womöglich überwinden zu können.

Am Sonntag bestreitet der FV Blau-Weiß Stahl Freital seine Drittrundenpartie beim ESV Lok Zwickau (Landesklasse West). „Wir fahren dorthin, um zu gewinnen“, sagt Trainer Jens Wagner kämpferisch. Seine Mannschaft hatte sich nach einem Freilos zum Auftakt in der zweiten Runde gegen Liga-Kontrahent SV Bannewitz im Derby mit 2:0 durchgesetzt. Für die Westachsen ist es bereits das dritte Heimspiel. Nach einem 3:2 gegen Handwerk Rabenstein setzten sich die Zwickauer gegen den SV Zeißig aus der Landesklasse Ost mit 2:1 durch.

Aus der Ost-Region des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist kein Klub mehr im Sachsenpokal vertreten. Für die letzten drei Teams kam in der zweiten Hauptrunde das Aus: Wesenitztal unterlag Laubegast zu Hause mit 0:4, Copitz musste sich bei der SG Striesen im Elfmeterschießen geschlagen geben und Heidenau hatte gegen Markkleeberg das Nachsehen (1:6).