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Samstag, 08.09.2018

Kirchenorgel soll saniert werden – Originalzustand wird angestrebt

Von Andreas Kirschke

Die Sanierung der Ladegast-Rühlmann-Orgel von 1872 in der Lohsaer Evangelischen Kirche kann Mitte September beginnen. Dies unterstreicht Günter Wenk vom Gemeindekirchenrat. „Die Verträge mit den beteiligten Fachfirmen, die den Zuschlag für die Aufträge erhalten haben, sind jetzt abgeschlossen“, erläutert er. Die Orgelbau-Firma Hermann Eule aus Bautzen führt die Arbeiten an der Orgel aus. Den Auftrag für die Maler-Arbeiten an der Orgel und in der Kirche erhielt die Firma Belger aus Lohsa. Die Firma Zschiesche aus Königswartha führt die Elektro-Arbeiten aus.

Letztmals am 16. September

Der letzte Gottesdienst in Lohsa vor der Sanierung der Kirchenorgel findet am 16. September, einem Sonntag, um 10 Uhr statt. Am Montag, dem 17. September, folgt die erste Bau-Beratung der Fachfirmen und Verantwortlichen vor Ort. Die Gottesdienste für den Pfarrsprengel Lohsa – Uhyst/Spree finden in den Folgemonaten in der Uhyster Kirche statt. Die Wiedereinweihung der Lohsaer Kirchenorgel ist im Dezember 2019 geplant.

„Unsere Orgel steht unter Denkmalschutz“, beschreibt Günter Wenk das Instrument von 1872 – gebaut von der Firma Friedrich Ladegast aus Weißenfels in Zusammenarbeit mit der Firma Wilhelm Rühlmann aus Zörbig. Durch die geplante Restaurierung soll der Originalzustand der hiesigen Königin der Instrumente wieder hergestellt werden. So will es der Beschluss des Gemeindekirchenrates, gefasst bereits am Anfang des Jahres 2017.

Eine vergleichbare Orgel besteht in der näheren Gegend nur in Reichenbach. In der Oberlausitz gehört die Lohsaer Orgel heute zu den wenigen erhaltenen historischen Orgeln aus der Zeit der Hochromantik. Sie ist eine von einst fast zehn Orgeln der Firma Ladegast, die in der Region gespielt wurden.