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Sonntag, 21.05.2017

Kennenlernen geht durch den Magen

Frische Rhythmen und exotische Speisen: Für viele Besucher war der 15. Markt der Kulturen eine Entdeckungsreise.

Markt der Kulturen in Pirna – ein interkulturelles, kunterbuntes Fest mit internationalem Flair, das elf Stunden lang für reichlich Ohren-, Augen- und Gaumenfreuden sorgte und den insgesamt fast 2000 Besucher anlockte
Markt der Kulturen in Pirna – ein interkulturelles, kunterbuntes Fest mit internationalem Flair, das elf Stunden lang für reichlich Ohren-, Augen- und Gaumenfreuden sorgte und den insgesamt fast 2000 Besucher anlockte

© Daniel Förster

Pirna. Essen geht immer. Und wenn das auch noch aus verschiedenen Ländern stammt, dürfte die kulinarische Weltreise perfekt sein. Wer in diese eintauchen wollte, hatte dazu beim 15. Markt der Kulturen auf dem Pirnaer Markt Gelegenheit. „Andere Kulturen kennenlernen geht am besten über das Essen und die Musik“, sagt Marilia Nobrega aus Angola. Sie bot traditionelle afrikanische Küche wie Couscous mit Gemüse und Hühnchen an. Eine besondere kulturenverbindende Idee hatte auch die Caritas. Für den Stand von Christin Weidner vom Flüchtlingssozialdienst hatten ihre Schützlinge traditionelle Küche aus ihren Ländern zum Probieren mitgebracht. Und beim Essen kam dann auch das eine oder andere Gespräch über die Flüchtlingsarbeit der Caritas, über Weltoffenheit und Akzeptanz zustande. Das ist auch das Ziel der Veranstaltung, organisiert von der Aktion Zivilcourage und der Stadt Pirna. Besucher haben an etwa 70 Ständen einen Einblick in die kulturellen Angebote anderer Länder erhalten. Sie konnten regionale und lokale Initiativen, Vereine und Verbände kennenlernen. Außerdem präsentierten sich die Schulen der Stadt mit eigenen Ständen. Das Friedrich-Schiller-Gymnasium zeigte beispielsweise das Ergebnis des diesjährigen Profil-Unterrichtes zum Thema „Heimat“.

Impressionen vom Pirnaer Markt der Kulturen

Parteien und Organisationen standen ebenfalls bereit, um für sich zu werben und die Fragen der Besucher zu beantworten. Amnesty International, das Unesco-Kinderhilfswerk sowie lokale Initiativen, wie die AG Asylsuchende, informierten über ihre Arbeit. Und wer nach dem Essen und Reden Entspannung benötige, konnte sich am Stand der thailändischen Vertreter massieren lassen. Gut gelockert fällt die Übung mit der Feder in chinesischer Kalligrafie leichter.

Traditionell waren auch wieder die Behindertenwerkstätten mit ihren Produkten aus Holz, Ton und Leder vertreten. Eine bunte Markt-Mischung, die bei den knapp 1 000 Besuchern ankommt, wie zum Beispiel bei Kerstin Werner. „Ich bin das achte Mal als Gast hier und finde es jedes Mal wieder interessant, vor allem wegen der vielen internationalen Speisen“, sagt sie. Abgerundet wurde das Programm mit viel Musik auf zwei Bühnen.