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Samstag, 11.08.2018

Keine Punkte auf der Alm

Dynamo verliert bei Arminia Bielefeld verdient mit 1:2 und stellt in der Pause das System um. Fünf Fragen und Antworten zum ersten Auswärtsspiel der Saison.

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Enttäuscht: die Dynamos Brian Hamalainen, Patrick Ebert und Haris Duljevic (v.l.).
Enttäuscht: die Dynamos Brian Hamalainen, Patrick Ebert und Haris Duljevic (v.l.).

© WORBSER-Sportfotografie

  • Enttäuscht: die Dynamos Brian Hamalainen, Patrick Ebert und Haris Duljevic (v.l.).
    Enttäuscht: die Dynamos Brian Hamalainen, Patrick Ebert und Haris Duljevic (v.l.).
  • Uwe Neuhaus, Trainer von Dynamo Dresden: „Das waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten waren die permanenten Ballverluste unser größtes Problem. Nach dem 0:1 waren auf einmal so viele Fehler in unserem Spiel, da hätten wir auch noch ein drittes Gegentor kassieren können. Nach der Pause haben wir fünf, sechs richtig gute Möglichkeiten, allerdings die sehr spät. Zu den beiden strittigen Entscheidungen kann ich nichts sagen, die habe ich mir noch nicht im Fernsehen angeschaut.“
    Uwe Neuhaus, Trainer von Dynamo Dresden: „Das waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten waren die permanenten Ballverluste unser größtes Problem. Nach dem 0:1 waren auf einmal so viele Fehler in unserem Spiel, da hätten wir auch noch ein drittes Gegentor kassieren können. Nach der Pause haben wir fünf, sechs richtig gute Möglichkeiten, allerdings die sehr spät. Zu den beiden strittigen Entscheidungen kann ich nichts sagen, die habe ich mir noch nicht im Fernsehen angeschaut.“
  • Jeff Saibene, Trainer von Arminia Bielefeld: „Vor der Pause waren wir sehr dominant, haben wenige Fehler gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, den Vorsprung zu verwalten - und das können wir nicht. Unser Torhüter hat uns zum Schluss im Spiel gehalten. Aufgrund der ersten Hälfte war es aber kein gestohlener Sieg, auch wenn wir am Ende ein bisschen Glück hatten.“
    Jeff Saibene, Trainer von Arminia Bielefeld: „Vor der Pause waren wir sehr dominant, haben wenige Fehler gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, den Vorsprung zu verwalten - und das können wir nicht. Unser Torhüter hat uns zum Schluss im Spiel gehalten. Aufgrund der ersten Hälfte war es aber kein gestohlener Sieg, auch wenn wir am Ende ein bisschen Glück hatten.“

Warum zeigte Dynamo ein ganz anderes Gesicht als beim Heimsieg gegen Duisburg?

Die Schwarz-Gelben taten sich unheimlich schwer, Anspielstationen in der Offensive zu finden. Minutenlang rollte der Ball in der ersten Halbzeit ohne Raumgewinn durch die Dreier-Abwehrkette. Meist wurden dann auf die lange Variante gesetzt, wobei es an der Präzision oder bei der Ballmitnahme haperte. So hatten die defensiv gut stehenden Bielefelder leichtes Spiel, die zudem gefährlich konterten.

Impressionen vom Spiel

Wie fielen die beiden Gegentore?

Beim 1:0, dem ersten Gegentor der Saison, leistete Jannik Müller mit einer unpräzisen Kopfballabwehr unfreiwillig die Vorarbeit. Joan Simun Edmundsson bekam den Ball und schloss seinen Sololauf erfolgreich ab. Das 2:0 gehört in jedes Lehrvideo über Konter. Über mehrere Stationen ging es blitzschnell und präzise, bis Edmundsson die Arminia-Ikone Fabian Klos bediente, und der den Ball an Schubert vorbei ins Tor spitzelte.

SZ-Noten für die Dynamo-Spieler

1 von 13

Markus Schubert: 3

Bei beiden Gegentreffern taucht ein Gegenspieler völlig frei vor ihm auf. Sonst hält er, was zu halten ist.

Dario Dumic: 3

Hat in der Nachspielzeit das 2:2 auf dem Kopf. Sein Einsatz gegen Ortega wird abgepfiffen. Nach der Pause besser.

Jannik Müller: 5

Erlebt einen gebrauchten Tag. Leitet das 0:1 ein und wackelt auch sonst bedrohlich. Muss zur Pause runter.

Brian Hamalainen: 4

Leistet sich zeitig einen Aussetzer, der nicht bestraft wird. Nach der Pause ein solider Innenverteidiger.

Linus Wahlqvist: 3

Fällt nach 86 Minuten das erste Mal richtig auf, als er das Anschlusstor vorbereitet. Macht keine großen Fehler.

Philip Heise: 4

Wirkt in seiner neuen Rolle irgendwie gehemmt. Kommt nicht zu seinen Tempoläufen und selten zum Flanken.

Rico Benatelli: 4

Läuft viel, doch der Abstand zum Gegenspieler ist zu groß. Kommt daher nicht in die Zweikämpfe.

Patrick Ebert: 3

Nicht so präsent wie beim Auftakt. Auch die klugen Pässe in die Spitze fehlen diesmal. Kämpft bis zum Schluss.

Moussa Koné: 3

Lange Bälle auf ihn ist lange die einzige Option. Wirkte übermotiviert, sein Foul an ihm ist elfmeterreif.

Haris Duljevic: 2

Der Einzige, der besser als solide ist. Defensiv wie offensiv omipräsent. Rennt,grätscht, dribbelt, schießt – aber wieder mal nicht effizient.

Lucas Röser: 4

Bekommt kaum Bälle und kommt selten zum Abschluss. Und wenn, zögert er zu lange. Unglücklicher Nachmittag für einen Mittelstürmer.

Jannis Nikolaou: 3

Überraschend nicht Hartmann-Stellvertreter in der Startelf. Überzeugt mit Übersicht

Baris Atik: 3

Leitet erst mit einem Ballverlust einen Arminia-Konter ein, bereitet Dumic-Chance vor.

Wie schlug sich Hartmann-Stellvertreter Rico Benatelli?

Er bemühte sich redlich, war viel unterwegs, aber zu selten in den entscheidenden Zweikämpfen. Dadurch konnten die Bielefelder immer wieder erfolgreich die Bälle prallen lassen oder schnell weiterleiten. Da auch Nebenmann Patrick Ebert der Form vom ersten Spiel hinterherlief, gewann der Gegner auch viele der zweiten Bälle. In der Pause reagierte Neuhaus, brachte für den fehlerhaften Müller Neuzugang Jannis Nikolaou und stellte auf eine Viererabwehrkette um. Nach einer Stunde musst Benatelli runter, Baris Atik kam.

Was brachte die Systemumstellung zur Pause?

Mehr Ballbesitz, und auch mehr Sicherheit - viel gefährlicher wurden die Dresdner dadurch zunächst aber nicht. Die größte Möglichkeit vergibt Moussa Koné, der mit einem Schrägschuss an Bielefelds Schlussmann Ortega scheitert (57.). Wenig später möchte er einen Elfmeter, doch der Pfiff bleibt aus. Erich Berko ist der Joker der Partie, Sekunden nach seiner Einwechslung trifft er zum 1:2. In der Nachspielzeit vergibt Dumic die Chance zum Ausgleich. Ebenso Nikolaou, der aus drei Metern nur den Pfosten trifft. Einen Treffer von Koné erkennt der Schiri danach nicht an, weil Dumic den Keeper vorher gefoult haben soll.

Gab es trotz der Niederlage bei Dynamo einen Gewinner?

Absolut. Haris Duljevic war überall, sprintete quer über den Platz, lief den Gegnern hinterher, dribbelte, schoss - allein es mangelte mal wieder beim entscheidenden Pass oder dem Abschluss an der Effizienz. Trotzdem eindeutig der Gewinner der Partie - bei Dynamo der einzige.

Leser-Kommentare

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Insgesamt 12 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. AnW

    Wie kann man so Lustlos kicken, wie in den ersten 45 Minuten? Hatten wir überhaupt 11 Spieler auf dem Platz, ist Röser auf dem Weg aus Feld falsch abgebogen? Morgen bin ich das erste Mal für Lila und ich hoffe Paco trifft, daß wäre einfach nur geil und das einzig positive an diesem versauten SGD Wochenende.

  2. Martin

    Ach Leute, wozu braucht Dresden diese überbezahlten Rasenkasper überhaupt? Einfach lächerlich ...

  3. Hans Hansen

    DD wieder einmal als äußerst netter Punktelieferant für die Gastgeber. Es ist wie in der vorigen Saison. Glücklicher Heimsieg gegen Duisburg und dann die alten Fehler mit dem für mich falschen Trainer. Man hätte Neuhaus nach der vorherigen Katastrophensaison entlassen müssen. Er kann keine neuen dringend notwendigen Impulse mehr geben. Für mich heute wieder falsche Aufstellung (Wo blieb wie beim 1. Spiel die Einwechslung von Kreuzer?), unterirdische Chancenverwertung und z. T. katastrophale Abwehrschnitzer. Unter Neuhaus wird das zukünftig auch nicht's mehr. Ich hoffe, die Verantwortlichen von DD erkennen das rechtzeitig und handeln.

  4. scharfesschwert

    Das Lehrvideo über Konter sollte Dynamo vielleicht auch mal ansehen.Und unser hochgelobter Duljevic sollte mal Torvorlagen geben und Tore machen,sonst bleiben wir der ewige Rohrkrepierer. Andere gewinnen auch mal 3:0 beim HSV und bei Holstein Kiel ist auch die halbe Mannschaft ausgetauscht . Man kann nur hoffen das Schnatterer von Heidenheim einen schlechten Tag erwischt.

  5. H. Hansen

    Und täglich grüßt das Murmeltier. Es ist wie vergangene Saison. Ein glücklicher Sieg gegen Duisburg und das war's dann erst einmal. Für mich gestern falsche Aufstellung sowie katastrophale Chancenverwertung und Abwehrfehler. Man hätte zum Abschluss der vergangenen Saison den Trainer entlassen sollen und einen Neubeginn starten. So wird jetzt wieder 10 Spiele abgewartet, ob es nicht doch besser wird. Warum Neuhaus immer wieder die neuen Spieler einsetzt und nicht auf altbewährte Spieler setzt (z. B. Kreutzer) wird sein Geheimnis bleiben. Es wäre schon wenn ich Unrecht hätte, aber das wird leider nicht so sein.

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