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Freitag, 26.10.2018

Kein Riesaer bleibt ohne Medaille

Antonia Huß und Leonie Ulrich und aus Riesa wurden in Kooperation mit Mascha MacNeil aus Wolfenbüttel (v.l.) Deutsche Meister in Ingelheim. Für die Aerobicsportler aus der Elbestadt war es die erfolgreichste Teilnahme an einer DM. Foto: Rainer Fleck
Antonia Huß und Leonie Ulrich und aus Riesa wurden in Kooperation mit Mascha MacNeil aus Wolfenbüttel (v.l.) Deutsche Meister in Ingelheim. Für die Aerobicsportler aus der Elbestadt war es die erfolgreichste Teilnahme an einer DM. Foto: Rainer Fleck

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Das rheinland-pfälzische Ingelheim erlebte am Wochenende ein großartiges Aerobicturn Event: Erstmals fanden dort die Deutschen Meisterschaften statt. Sportlerinnen und Sportler aus 18 deutschen Vereinen zeigten einmal mehr die Faszination ihrer Sportart. Die Zuschauer waren begeistert und gingen stimmungsvoll mit.

Für den Landesstützpunkt Sportaerobic des ESV Lok Riesa gingen sieben Sportlerinnen an den Start. Mit der besten Bilanz seit der ersten Teilnahme (2005) an Deutschen Meisterschaften kehrten die Mädchen in die Sportstadt zurück. „Zwei Deutsche Meistertitel, vier Silber - und eine Bronzemedaille waren die unfassbare Erfolgsbilanz für unser kleines Team“, so der stolze Abteilungsleiter Rainer Fleck.

Am Samstag lag der Fokus dabei nicht nur auf der Qualifikation für das Finale, sondern auch die erreichten Punkte waren enorm wichtig. Alle Mädchen konnten in ihren Übungen die geforderten Zielwerte teilweise weit überbieten und so ist ihnen der Status Bundeskader (Start für die Nationalmannschaft) nicht mehr zu nehmen.

Der Fokus lag zunächst aber auch auf den Weltmeisterschaftsteilnehmerinnen. Celine Neumann konnte mit ihrem Aerobic Dance Team der Favoritenrolle mehr als gerecht werden. Sie siegten ganz überlegen. Auch das Team und die beiden Trios der Altersklasse 12 - 14 Jahre lagen nach der Qualifikation in Führung. Am Finaltag konnte aber mancher Kampfrichter seine „rosarote“ Vereinsbrille nicht ganz ablegen. Ausgerechnet beim nationalen Saisonhöhepunkt wurde das 5er Team mit Josephine Heimann und Lena Willner (in Kooperation mit Anina, Julia und Mascha aus Niedersachsen) um 0,1 Punkte auf den Silberplatz verwiesen. In der Trio Konkurrenz lagen Lena Willner und Josephine Heimann (in Kooperation mit Anina aus Hannover) zunächst in Führung, gefolgt vom zweiten Trio mit Riesaer Mädchen.

Ein nicht nachvollziehbarer Punktabzug brachte für die WM-Fahrerinnen Josephine und Lena dann erneut die Silbermedaille. Aber die beiden noch jungen Mädchen können sehr stolz auf eine erfolgreiche Saison sein – auch diese Silbermedaille ist ein großartiger Erfolg. Um so größer war nach der Bekanntgabe der Wertung der Kampfrichter die Freude bei dem zweiten Riesaer Trio. Mit einer sehr guten Choreo hatten sich Leonie Ulrich und Antonia Huß (in Kooperation mit Mascha MacNeil aus Wolfenbüttel) auf den Meister-Thron geturnt. Es war am Ende eine echt enge Sache, lagen doch gerade einmal 0,1 Punkte zwischen beiden Trios.

Auch die 15-jährige Leona Göhler lag nach der Qualifikation der jungen Damen der Altersklasse 15-17 Jahre in Führung. Dabei hatte sie mit 19,200 Punkten eine Wertung erreicht, welche zuvor noch nie eine Riesaer Sportlerin erreicht hatte. So konnte sie zunächst ihre zehn Konkurrentinnen allesamt hinter sich lassen. Trotz einer Steigerung auf 19,550 Punkte reichte es im Finale „nur“ zu Rang zwei. In einem wahren Sportsgeist warteten Leona und die spätere Siegerin Arm in Arm auf die letzte Wertung der Kampfrichter. Der Sieg ging mit 19,900 Punkten an ihre (sportliche) Freundin aus Niedersachsen.

In der Altersklasse 15-17 Jahren hatten die Riesaer noch zwei Medaillenhoffnungen am Start. Das Trio mit Tessa Neumann und Leona Göhler (in Kooperation mit Maya aus Berlin) verfehlte dabei um 0,17 Punkte den Silberrang. Die Bronzemedaille ist dennoch ein gutes Ergebnis.

Gespannt waren alle auf den Auftritt von Leonie Ulrich, Tessa Neumann, Celine Neumann und Leona Göhler im 5er Team (in Kooperation mit Maya aus Berlin). Den Silberrang nach der Quali konnten sie auch im Finale verteidigen. Damit sorgten sie für einen gelungenen Abschluss und im Fazit für das beste Riesaer Ergebnis bei Deutschen Meisterschaften.

Mit Julia Riedel - Fleck, Katharina Fleck und Sebastian Fleck waren auch zwei Riesaer Trainer im Kampfrichter Dauereinsatz. An sie geht ebenso ein großes Dankeschön, wie an alle Unterstützer an diesem erfolgreichen Wochenende. (rf/rt)