erweiterte Suche
Donnerstag, 08.03.2018

Kein Platz für schlechte Laune

Eislöwen-Kapitän René Kramer fährt mit einem guten Gefühl nach Heilbronn – trotz der fünf Niederlagen gegen die Falken.

Von Maik Schwert

1

Er weiß, um was es geht und denkt positiv. René Kramer will am Sonntag noch einmal in Dresden gegen Heilbronn spielen und anschließend ins Viertelfinale einziehen.
Er weiß, um was es geht und denkt positiv. René Kramer will am Sonntag noch einmal in Dresden gegen Heilbronn spielen und anschließend ins Viertelfinale einziehen.

© Robert Michael

Die Ausgangslage ist klar, und sie scheint aussichtslos zu sein. Die Dresdner Eislöwen müssen das zweite Duell am Freitag ab 20 Uhr bei den Heilbronner Falken gewinnen, um sich die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2 zu bewahren. Normalerweise fährt die Mannschaft an Spieltagen zu Auswärtspartien. Doch was ist schon normal, wenn es um alles geht. Deshalb reist das Team dieses Mal bereits am Donnerstag nach Baden-Württemberg. Davor beantworten Kapitän René Kramer und Cheftrainer Franz Steer diese Fragen.

Herr Kramer, was spricht noch für Sie, wenn alles gegen Sie spricht?

Der Glaube an uns und unsere Stärke. Wir haben es drin, müssen es nur rausholen und unser Spiel durchbringen.

Sind Sie schon mal in einer ähnlichen Lage gewesen?

Ich kenne diese Situationen. Wir haben über alles geredet und spielen am Freitag in Heilbronn anders gegen die Falken.

Bei der 1:3-Niederlage am Dienstag hat das Aufbäumen gefehlt. Warum?

An der Bande und in der Kabine sind wir immer positiv gewesen, haben uns Mut gemacht und gesagt, dass es weitergeht. Wir haben viele Chancen kreiert, aber trotzdem keinen Zugriff bekommen. Das ist dann irgendwann auch eine mentale Geschichte. Wir wissen, um was es geht und haben den Kopf oben. Schlechte Laune hat bei uns keinen Platz. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Heilbronn.

Und wenn Sie mit einem Erfolg zurückreisen, wünschen Sie sich sicherlich mehr als 1 373 Zuschauer, oder?

Klar ist es besser, wenn die Halle voller ist. Doch unser Spiel dürfen wir nicht davon abhängig machen. Das müssen wir ausschalten. Es darf nicht als Ausrede dienen.

Herr Steer, wie lassen Sie Ihre Mannschaft dieses Mal spielen?

Wir sortieren die Blöcke neu, stellen das Powerplay anders zusammen und uns besser auf Heilbronns Überzahl ein, die zu zwei Gegentoren geführt hat. Wir brauchen mehr Energie auf dem Eis, dürfen nicht nur hinten stehen bleiben, sondern müssen schneller nach vorn spielen. Dann bekommen wir unsere besten Chancen.

Weshalb ist Ihr Team beim ersten Duell nicht so bissig gewesen?

Es hat zwar so ausgesehen, als ob wir nicht gekämpft hätten. Das ist aber durch die Spielweise des Gegners bedingt gewesen. Die Falken lauern auf Konter und machen das Mitteldrittel dicht. Drum schaut das so beschissen aus. Die Bayern haben es auch schwer, wenn alle hinten drinstehen.

Wieso glauben Sie, dass die Eislöwen das noch schaffen können?

Klar, wir stehen mit dem Rücken zur Wand und sind damit alles andere als glücklich. Fakt ist aber: Keiner will am Freitag aufhören. Das wäre die Höchststrafe. Deshalb stellen wir jetzt die positiven Aspekte in den Mittelpunkt. Wir können Heilbronn besiegen und sind zu 100 Prozent bereit dafür. Danach spielen wir am Sonntag wieder in Dresden und ziehen in die Play-offs ein.

Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

Alle Kommentare anzeigen

  1. Peter

    die Worte hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube ... ich kann auch nicht nachvollziehen, dass ein so erfolgloser Trainer als erstes mit einer Vertragsverlängerung belohnt wird ... traurige Saison, das haben die treuen Fans so nicht verdient, welche Woche für Woche wiederkommen, glanzvoller Tiefpunkt das letzte Derdy gegen Weißwasser ... völlig regungslos steht der Trainer auf der Bank ohne Emotionen seine Spieler zu puschen oder mit einer Auszeit zu schützen ... ich hab wenig Hoffnung für heute Abend

Alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zum Artikel

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Verbleibende Zeichen: 1000
Text Bitte geben Sie die abgebildete Zeichenfolge ein
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz.