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Freitag, 18.05.2018

Kein neues Baugebiet in Trebendorf

Ursprünglich sollte die Einwohner des Ortsteils Klein-Trebendorf umgesiedelt werden, um Platz für die Braunkohle zu machen. Doch das ist nun hinfällig.

Von Constanze Knappe

Symbolbild.
Symbolbild.

© André Schulze

Trebendorf. An der Gärtnerei in Trebendorf wird es kein neues Wohngebiet geben. Der Gemeinderat hat jetzt auf Empfehlung des Technischen Ausschusses einstimmig beschlossen, das Verfahren zum Bebauungsplan Nr. 8 „An der Gärtnerei“ einzustellen.

Den Beschluss, einen sogenannten B-Plan aufzustellen, hatte der Gemeinderat im Februar 2012 gefasst. Seinerzeit mit dem Ziel, für die umzusiedelnden Einwohner des Ortsteils Klein-Trebendorf an einem anderen konzentrierten Standort Baurecht zu schaffen. Im März 2017 hatte jedoch der Aufsichtsrat der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) ein neues Konzept für die nächsten 25 bis 30 Jahre im Lausitzer Braunkohlerevier auf den Weg gebracht. Darin ist bestätigt, dass neben dem Abbaugebiet I des Tagebaus Nochten von dem ursprünglich geplanten Abbaugebiet II nur noch das Sonderfeld Mühlrose mit einer Kohlereserve von 150 Millionen Tonnen gebraucht wird, um das Kraftwerk Boxberg langfristig und bedarfsgerecht versorgen zu können. Eine Umsiedlung der Einwohner aus Klein-Trebendorf wie auch der aus Schleife südlich der Bahn, Rohne und Mulkwitz ist durch die Leag nicht mehr vorgesehen. „Das Planverfahren für ein neues Bebauungsgebiet in Trebendorf ist damit hinfällig“, begründete Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) die Aufhebung des damaligen Gemeinderatsbeschlusses.

Die 200 Einwohner des Ortsteils Mühlrose haben sich inzwischen mehrheitlich für eine Umsiedlung nach Schleife entschieden. Auch deshalb ist der Anlass für einen neuen Wohnbaustandort in Trebendorf und die Aufstellung eines Bebauungsplans nicht mehr gegeben. In Schleife arbeitet man an Plänen zur Vorbereitung der Umsiedlung. (red/ck)