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Dienstag, 12.06.2018

Kein AKW-Schrott mehr nach Wetro

Auf der Industriedeponie lagern 2 000 Tonnen Rückbau-Reste vom Kernkraftwerk Stade. Weitere Lieferungen aus Niedersachsen hat der Betreiber jetzt gestoppt.

Das Atomkraftwerk Stade an der Elbe vor dem Rückbau.
Das Atomkraftwerk Stade an der Elbe vor dem Rückbau.

© Archivfoto: dpa

Wetro/Stade. Eine Sprecherin des Energieunternehmens PreussenElektra, das den Rückbau des stillgelegten Atomkraftwerks im niedersächsischen Stade managt, hat bestätigt, dass kein weiterer Abrissschrott vom ehemaligen AKW zur Industrieabfalldeponie nach Wetro geliefert wird. Eine bis vor Kurzem bestandene Annahmeerklärung über die Abnahme von 300 Tonnen pro Jahr habe der Deponie-Betreiber jetzt widerrufen, bestätigt die Sprecherin. Damit seien weitere Lieferungen in die Oberlausitz auch nicht mehr möglich.

Maßgeblich in den Jahren 2012 bis 2014 sind regelmäßig Bauschutt-Lieferungen aus Stade zur Einlagerung nach Wetro gebracht worden – insgesamt lagern dort jetzt rund 2 000 Tonnen. Aus Strahlenschutz- und abfallrechtlicher Sicht habe dem nichts entgegengestanden, so die Pressesprecherin. Generell stehe eine Lieferung nach Sachsen aber nicht im Fokus des Unternehmens. Sie sei „aufwändiger und damit definitiv nicht günstiger“ als eine Einlagerung in näher gelegenen Deponien. Die Deponierung in Sachsen sei zwischenzeitlich nur infrage gekommen, weil vorübergehend keine näheren geeigneten Deponien zur Verfügung gestanden hätten, heißt es aus Stade. (SZ/ju)