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Mittwoch, 11.07.2018

Katzenklau in der Hebelei?

Innerhalb kurzer Zeit kamen dem Elbetierpark fünf Katzen und Kater abhanden. Immer sind es seltene rote oder bunte Tiere.

Wurde der Kater Kaszimir aus der Hebelei entführt?
Wurde der Kater Kaszimir aus der Hebelei entführt?

Diera-Zehren. Im Elbetierpark Hebelei sind in der Vergangenheit auffällig viele Katzen weggekommen. „Am vergangenen Sonntag wurde abends nun schon zum fünften mal eine Hauskatze aus dem Elbe-Tier-Park gestohlen. Es ist auffällig, dass es sich immer um rote oder bunte Katzen, die sehr selten sind, handelt“, so Tierparkbetreiber Sven Näther. Er spricht von „Entführung“.

Bereits 2012 sei die Glückskatze Paula entführt worden. „Das Besondere an Paula und Glückskatzen ist, dass sie dreifarbig sind und damit eine besondere Anziehung für Diebe haben“, so Näther. Paula war besonders intensiv bunt gefärbt und wie alle Hebelei-Katzen sehr, sehr zahm. „Diese Mischung aus besonderer Zahmheit und Schönheit wurde ihr zum Verhängnis- Sie wurde entführt und ihrem Zuhause entrissen“, behauptet er. Zunächst habe er gedacht, sie sei ausgebüchst oder überfahren worden. Bereits 2010 gab es einen Unfall. Ein Kater lag leblos am Straßenrand, obwohl das Dorf Hebelei verkehrsberuhigter Bereich sei.

Paula hatte ein Junges namens Trixi. Diese sollte nun anstelle von Paula die Gäste erfreuen . Trixi wuchs prächtig und wurde ebenfalls Katzenmutter und erlitt das gleiche Schicksal wie seine Mutter. „Dies erhärtete zunehmend den Verdacht, dass es keine Unfälle oder Zufälle sind - nein, die Diebe hatten es speziell auf diese schönen Katzen abgesehen“, sagt Sven Näther.

Auch weitere Nachkömmlinge wie die Katze Susi und der Kater Kaszimir seien entführt worden. „Darauf empfahl uns unser Tierarzt, die Katzen zu chippen und bei der Tierschutzorganisation Tasso - dem Haustierzentralregister für die Bundesrepublik Deutschland und Europas größtem Haustierregister mit Sitz in Sulzbach - zu melden“, so Näther. Dies wurde getan. Jeder Tierarztbesuch würde also den Dieb enttarnen.

Näther bittet darum, den Kater, der auf überlebenswichtige Medikamente angewiesen sei, zurückzubringen. Der Elbe-Tier-Park Hebelei sehe in diesem Fall von einer Anzeige ab. „Wir stellen eine Katzenbox links neben das Haupttor des Elbe-Tier-Parkes. In diese Katzenklappe kann der Kater geschützt vor Fuchs und Waschbär auch nachts gesetzt werden“, so Näther. Er bittet auch alle Tierärzte, aufmerksam zu sein und sich zu melden, wenn ein verdächtiges Tier in ihrer Praxis auftaucht.

Im Elbe-Tier-Park werden seit 2009 Hauskatzen gehalten und gezüchtet. Sie sind die besonderen Publikumslieblinge der Gäste. (SZ/jm)