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Mittwoch, 07.11.2018

José Carreras singt beim Opernball

Der Startenor wird beim 14. Semperopernball am 1. Februar 2019 auftreten. Auch der erste Preisträger steht fest und sein Name lässt jetzt schon viele Fußballfans jubeln.

Von Henry Berndt

Der spanische Tenor José Carreras sammelt seit über 25 Jahren Geld für den Kampf gegen Blutkrebs.
Der spanische Tenor José Carreras sammelt seit über 25 Jahren Geld für den Kampf gegen Blutkrebs.

© Patrick Seeger / dpa

Dresden. Einen Orden hat er schon bekommen. Doch als José Carreras vor acht Jahren beim Semperopernball für sein Engagement beim Kampf gegen Leukämie geehrt wurde, präsentierte er auf der Bühne nicht seine Stimmgewalt. Seitdem war es immer der Traum der Organisatoren, den Startenor zurück nach Dresden zu holen – und diesmal auch singen zu lassen. Am 1. Februar 2019, zur 14. Auflage des Balls, wird es nun soweit sein.

Am Mittwochvormittag gab Ballchef Hans-Joachim Frey weitere Details zum Semperopernball bekannt, darunter den Namen des ersten Preisträgers. Zwei Jahre in Dresden reichten für Stanislaw Tschertschessow aus, um hier für alle Zeit als Fußballlegende zu gelten. Von 1993 bis 1995 war er in 57 Spielen Torwart der Bundesliga-Mannschaft von Dynamo Dresden. Auch danach blieb der 55-Jährige der Stadt verbunden und betrachtet sie bis heute als eine Art zweite Heimat.

Bei der Fußball-WM in Russland in diesem Sommer führte Tschertschessow das Team des Gastgebers als Trainer sensationell bis ins Viertelfinale. Gründe genug, um ihm einen Orden zu verleihen, genauer gesagt den rund 8 000 Euro teuren „St. Georgs-Orden“ aus purem Gold. Den Preis wird ihm am 1. Februar Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) auf dem Theaterplatz vor vermutlich wieder rund 15 000 Gästen überreichen.

Bei allem schillernden Glanz wollen die Macher des Semperopernballs auch diesmal wieder Gutes tun. Neuer Partner für das gute Gewissen ist die Deutsche Stiftung Kranke Neugeborene. „Etwa 20 Prozent alles Neugeborenen brauchen eine medizinische Behandlung“, sagt der Dresdner Kinderarzt und Mitbegründer der Stiftung, Mario Rüdiger. „Diese Babys benötigen eine starke Stimme, die sich für ihre Interessen einsetzt.“ Genau diese Stimme könnten sie durch den Semperopernball bekommen. Auf dem Theaterplatz und in der Oper sollen Lose verkauft werden, deren Erlös der Stiftung zugutekommt.

Für den Semperopernball am 1. Februar gibt es noch Karten: www.semperopernball.de