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Donnerstag, 12.07.2018

Jobgarantie bei Neuer Halberg Guss wackelt

Leipzig. Beim seit Wochen bestreikten Autozulieferer Neue Halberg Guss (NHG) könnten nach Einschätzung der Geschäftsführung weitere Jobs auf der Kippe stehen – die IG Metall sieht dies als „Drohgebärde“. Kurz vor neuen Gesprächen verschärfte sich der Ton zwischen Management und Gewerkschaft noch einmal.

NHG-Chef Barbaros Arslan sagte am Mittwoch, wenn die Produktion nicht wieder beginne, würden auch diejenigen Arbeitsplätze wackeln, die im Werk Saarbrücken nicht gestrichen werden sollten. „Damit stellt sich auch die Frage, ob die Jobgarantie der NHG-Geschäftsleitung für Saarbrücken überhaupt aufrechterhalten werden kann“, erklärte er. Ein Sprecher der Gewerkschaft meinte mit Blick auf diese Äußerungen hingegen: „Sie helfen uns nicht weiter. Neudeutsch ist das Mobbing.“ Die NHG-Werke in Saarbrücken und Leipzig werden seit fast vier Wochen bestreikt. Am Donnerstag treffen sich beide Seiten in Frankfurt am Main zu neuen Sozialtarifverhandlungen. „Eine Beilegung des Konflikts ist nur möglich, wenn die Geschäftsführung ernsthaft mit uns verhandelt und uns ein belegbares Konzept für die Zukunft des Saarbrücker Werks vorlegt“, so die IG Metall Saarbrücken.

In dem Konflikt geht es um die geplante Schließung des Werks in Leipzig mit 700 Beschäftigten Ende 2019 sowie um den Abbau von 300 der 1 500 Arbeitsplätze in Saarbrücken. Die NHG gehört zur Prevent-Gruppe, die sich vor allem mit VW um Lieferkonditionen gestritten hat. (dpa)

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