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Freitag, 15.06.2018 Kommentar

Ja oder Nein zum Tunnel reicht nicht

Birgit Ulbricht über die Tunnel-Frage in Großenhain.

Birgit Ulbricht ist Lokalchefin der SZ in Großenhain.
Birgit Ulbricht ist Lokalchefin der SZ in Großenhain.

© Kristin Richter

Großenhain. Die Tunnel-Frage zeigt vieles: Dass die Stadt den stummen Groll vieler Großenhainer über die Schließung des Berliner Bahnübergangs jahrelang unterschätzt hat. Dass sie den Bürgern nicht den Eindruck vermittelt hat, sich überall in der Stadt für gleichwertige Lebensverhältnisse einzusetzen – denn die Leute am Steinweg oder an der Elsterwerdaer Straße hatten und haben nicht den städtischen Zuspruch, dessen sich die Bürger an der Berliner- und Wildenhainer Straße offenkundig sicher sein können.

Der Konflikt zeigt aber auch, hier wollen einige etwas mit der Brechstange erzwingen. So wie das heute üblich ist. Doch ein Bürgerentscheid muss nicht zwangsläufig zu vernünftigen Ergebnissen führen. Schwarmintelligenz kann auch ziemlichen Schaden anrichten.

Denn was wir bislang wirklich gesichert wissen, ist doch ziemlich wenig. Auch das hat doch die Machbarkeitsstudie gezeigt. Mit der großen Unbekannten B 101 wissen wir noch weniger. Denn niemand kann heute sagen, ob die neue Nord-Süd-Querung durch Großenhain einmal an der Bahnlinie entlang verläuft und welche Auswirkungen das hat. Die Fragen müssen jetzt endlich beantwortet werden – nicht Tunnel ja oder nein.

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