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Donnerstag, 08.03.2018

Insolvenzverwalter sieht Hoffnung für Waggonbau Niesky

Einige neu gewonnene Aufträge sichern zumindest für die nächsten Monate die rund 300 Arbeitsplätze.

Anfang des Jahres gab die Geschäftsführung in einer Mitarbeiterversammlung die Insolvenz des Waggonbau Niesky bekannt.
Anfang des Jahres gab die Geschäftsführung in einer Mitarbeiterversammlung die Insolvenz des Waggonbau Niesky bekannt.

© André Schulze

Niesky. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 1. März hat die WBN Waggonbau Niesky GmbH neue Perspektiven gewonnen. Diese sieht zumindest Dr. Jürgen Wallner, der als Insolvenzverwalter berufen wurde. So hat etwa der Gläubigerausschuss der WBN beschlossen, in die laufende Betriebsfortführung einzusteigen. Zudem erklärte Wallner auf einer eigens einberufenen Betriebsversammlung: „Wir konnten im Eröffnungsverfahren einige Aufträge hinzugewinnen, die letztlich die Betriebsfortführung ermöglichten.“

Einer dieser Neukunden ist die K+S AG mit Sitz in Kassel, welche gemeinsam mit WBN einen innovativen Schüttgut-Waggon entwickelt hatte. K+S investiert in die bis September 2018 zu liefernden 160 Waggons einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

„Dieser und weitere neue Aufträge sichern die rund 300 Arbeitsplätze der WBN in Niesky für die kommenden Monate“, betont der Insolvenzverwalter. Aktuell liegen laut Wallner rund 45 Interessenbekundungen von strategischen und Finanzinvestoren sowohl aus Deutschland als auch aus anderen europäischen Ländern und aus Übersee vor. Bis zum 30. Juni 2018 will der Insolvenzverwalter den Veräußerungsprozess abgeschlossen haben. (szo)