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Dienstag, 07.08.2018

Inhalt wie gesehen

In der zweiten Ausstellung der „Augusto Food • Art“- Bar im Haus der Presse lädt Lucas Oertel zu einer Expedition in den Dschungel.

Von Siiri Klose

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Lucas Oertel, „Affen“, 2016, 210 x 100 cm, Öl auf Leinwand & „zugewachsen“, 2016.Fotos/Repros (PR): Lucas Oertel
Lucas Oertel, „Affen“, 2016, 210 x 100 cm, Öl auf Leinwand & „zugewachsen“, 2016.Fotos/Repros (PR): Lucas Oertel
  • Lucas Oertel, „Affen“, 2016, 210 x 100 cm, Öl auf Leinwand & „zugewachsen“, 2016.Fotos/Repros (PR): Lucas Oertel
    Lucas Oertel, „Affen“, 2016, 210 x 100 cm, Öl auf Leinwand & „zugewachsen“, 2016.Fotos/Repros (PR): Lucas Oertel
  • Lucas Oertel, „Affen“, 2016, 210 x 100 cm, Öl auf Leinwand & „zugewachsen“, 2016.Fotos/Repros (PR): Lucas Oertel
    Lucas Oertel, „Affen“, 2016, 210 x 100 cm, Öl auf Leinwand & „zugewachsen“, 2016.Fotos/Repros (PR): Lucas Oertel

Es ist grün geworden im Foyer vom Haus der Presse – genau dort, wo es normalerweise mangels Fenster eher schummrig ist. Lucas Oertel hat mit seinen Bildern in der Bar „Augusto Food • Art“ für ein paar erfrischende Ausblicke gesorgt. Sie weisen in einen Dschungel, der sogar der hochsommerlichen Temperatur rund um den Bartresen einen fröhlichen Aspekt abringt.

Freundlicher Panda aus Farbflecken

Der Dresdner Künstler liebt ganz offensichtlich Farbe, gemischt oder ungemischt. Und offensichtlich hat er Spaß daran zu verfolgen, welche Räume dieses Hell-Dunkel-Anders schafft, die die Farbe auf der Leinwand entstehen lässt. Hier und da konkretisiert er. Da und dort einfach belässt er es bei den Farbflecken. Bis der Dschungel zwei Affen frei gibt. Oder einen Tümpel mit einem Tölpel darin. Ein freundlicher Panda platziert sich auf eine Lichtung, im
Dickicht versteckt sich ein Leopard nach allen Regeln der Tarnung.

Im Lebenslauf des 35-Jährigen, der an der Dresdner Hochschule für bildende Künste u.a. bei Peter Brömmels studierte, steckt ein Jahr im spanischen Cuenca. Etwas vom spanischen Lebensgefühl steckt jetzt in den Bildern: Diese Unbekümmertheit bei Form und Farbe, dieser tiefenentspannte Umgang mit Inhalten, die genau das darstellen, was in der Bildunterschrift steht: ein Vogel ist ein Vogel, der Kusspartner bei „Der Kuss“ ist allerdings gut im Dickicht versteckt. Ein „Neonazi. Verliebt.“ begleitet die Ausstellung als Postkarte. Sein Eierkopf ist unverkennbar beseelt –auch wenn sich diese Seele zwischen der allereinfachsten Auge-Nase-Mund-Anordnung nicht leicht erklären lässt. Der Weg von Lucas Oertels Formen zum Abstrakten ist nicht allzu weit. Und doch verdichtet sich am Ende immer alles zu irgendeinem Vertreter aus dem weiten Kosmos der Fauna. Oder auch zu mehreren. Unbelebt jedenfalls ist fast nichts, dafür kommt die Einladung zu fröhlichen Bilderbegegnungen aus vollem Herzen.

Service

Was: Lucas Oertel: Dschungelbilder

Wann: Ausstellung bis Anfang Oktober, Mo-Fr 10-17 Uhr

Wo: Augusto Food • Art im Haus d. Presse, DD

Tickets: Eintritt frei

Internet: www.lucasoertel.de