erweiterte Suche
Freitag, 13.07.2018

Indianerland in der Stadtgalerie

Der Galerist und Maler Holger John stellt mit seinem Lehrer Claus Weidensdorfer aus.

Lädt an diesem Freitag, 19.30 Uhr, zur Vernissage in die Stadtgalerie ein – Holger John.
Lädt an diesem Freitag, 19.30 Uhr, zur Vernissage in die Stadtgalerie ein – Holger John.

© Norbert Millauer

Radebeul/Dresden. In der Radebeuler Stadtgalerie ist am heutigen Freitagabend Eröffnung für eine besondere Ausstellung. Gezeigt werden von Claus Weidensdorfer (geb. 1931) – dem wahren Old Shatterhand aus Radebeul – und dem einstigen Zeichenschüler des Professors der Hochschule für Bildende Künste, Holger John (geb. 1960), dem falschen Indianer von Usedom, wie er sich selbst mit Augenzwinkern bezeichnet.

John und Weidensdorfer verbindet seit frühester Zeit die Lust am Figurenerfinden. Mit Stift und Pinsel auf dem Papier entsteht aus Beobachtung, aus Erlebtem und Erdachtem fantastisches, skurriles, poetisches oder dramatisches Welt-Bildertheater und nichts hat sich bis heute daran geändert. Kindliche Klischee-Erscheinungen vom Indianerdasein, Pappritter, Kopffüßler, Papageien auf Rädern. Tipis stehen in Schrebergärten – Indianerland ist nicht abgebrannt – hinter den blauen Bergen blüht der Freigeist und die wundervolle Fantasie versiegt nie, beschreibt John das Ausgestellte. Der Maler und Galerist: Cowboy und Indianer, Rothaut und Bleichgesicht, Gut und Böse, Politprediger, Kunstlufterklärer eilen zum Gipfeltreffen auf dem Radebeuler Kontinent Indianerland. Und ganz ungezwungen rauchen Karl May, Baron Münchhausen und der Hauptmann von Köpenick die Friedenspfeife. Die Schau ist bis 26. August zu sehen. (SZ/per)