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Montag, 16.04.2018

In Copitz läuten die Alarmglocken

Von Jürgen Schwarz

Muss in den verbleibenden sieben Partien den VfL zurück in die Erfolgsspur führen: Trainer Frank Paulus.Foto: Marko Förster
Muss in den verbleibenden sieben Partien den VfL zurück in die Erfolgsspur führen: Trainer Frank Paulus.Foto: Marko Förster

© Marko Förster

Eitel Sonnenschein herrschte am 10. März über dem Willy-Tröger-Stadion in Pirna-Copitz. Im ersten Punktspiel unter der Leitung des neuen Cheftrainers Frank Paulus hatte der VfL den spielstarken Neuling Großenhainer FV mit 4:1 vom Platz gefegt. Das machte Mut für den Rest der Saison. Doch fünf Wochen später hat sich die Lage bei den Copitzer Landesliga-Kickern entscheidend verschlechtert. Drei Niederlagen in Folge gegen den SSV Markranstädt (Auswärts/1:2), den VfB Zwenkau (Heimspiel/0:1) und beim BSC Rapid Chemnitz (2:4) haben die Paulus-Schützlinge bedrohlich nahe an die Abstiegsplätze abrutschen lassen.

Als Tabellenzwölfter ist der VfL nur noch zwei Zähler vom ersten Abstiegsplatz entfernt. Zudem könnte sich die gefährliche Zone im Tabellenkeller noch vergrößern. Zwar wurde die Anzahl der Absteiger vom Sächsischen Fußball-Verband (SFV) zunächst mit drei angesetzt (Plätze 14 bis 16), aber dieser Wert erhöht sich, „wenn aus der Herren-Oberliga des NOFV eine/mehrere Mannschaft(en) des SFV in die Sachsenliga des SFV absteigt/absteigen/zurückziehen, keine Zulassung erhält/erhalten bzw. oder aus anderen Gründen in die Sachsenliga einzuordnen ist/sind“, heißt es in der SFV-Spielordnung.

Ein Blick auf die aktuelle Tabelle der NOFV-Oberliga Süd lässt deshalb die Alarmglocken in Pirna-Copitz noch lauter läuten, denn Einheit Kamenz schwebt als Staffelvorletzter in akuter Abstiegsgefahr. Müssten die Lessingstädter nach nur einem Oberligajahr für Saison 2018/19 wieder in die Sachsenliga eingegliedert werden, hätte das zur Folge, dass in der Sachsenliga fünf Plätze frei werden müssten (der Meister geht hoch, vier Absteiger runter), um dann auch die vier Landesklasse-Staffelsieger aufnehmen zu können.

Am Sonnabend erwarten die Copitzer den FC Grimma (3.). Die Muldestädter haben, wie auch Hohenstein-Ernstthal (1.) und der FC 1910 Lößnitz (2.), für die kommende Oberliga-Saison gemeldet. Der VfL muss gegen den Aufstiegsanwärter unbedingt punkten, denn alle hinter Pirna platzierten Teams (Rapid Chemnitz, Reichenbach und Eutritzsch) haben weniger Spiele als die Pirnaer bestritten. Lediglich Schlusslicht VFC Plauen II steht nach seinem Rückzug als erster Absteiger schon fest.

Insgesamt liegen noch sieben Partien vor VfL-Trainer Frank Paulus und seiner Mannschaft, davon werden vier zu Hause ausgetragen. Bis zu Rang acht (Radebeul) fehlt nur ein Punkt. Es gibt also keinen Grund für die Copitzer, Schwarzmalerei zu betreiben. Dennoch, die schlechteste Rückrunden-Zwischenbilanz der Liga sollte bei allen Spielern den Blick entscheidend schärfen.

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