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Donnerstag, 08.03.2018 Kommentar

Ideen der Lausitzer sind jetzt gefragt

Von Tilo Berger

Tilo Berger
Tilo Berger

© Wolfgang Wittchen

Es gibt in der Lausitz rund ein Dutzend Initiativen, Gesprächsrunden und Organisationen, die sich alle mit dem Strukturwandel befassen. Einige hauptberuflich, die meisten ehrenamtlich, was Anerkennung verdient. Und über die Jahre hat mittlerweile jede Partei ihre eigene Lausitzkonferenz abgehalten, der Deutsche Gewerkschaftsbund tut dies schon seit 1994 regelmäßig. Bisher gab es aber noch keine Runde, die mal all die verschiedenen Akteure zusammengeholt und einen gemeinsamen Rahmen abgesteckt hat. Dieses Versäumnis hat das Lausitz-Forum in Weißwasser nachgeholt. Das wurde Zeit und war gut so.

Erwartungsgemäß kannten sich viele. Der große Unbekannte, der Otto Normallausitzer, musste der geschlossenen Gesellschaft fernbleiben. Aber um ihn geht es. Es war viel vom Aufbau neuer Industrien die Rede, von den Freiräumen, die der ländliche Raum gestressten Großstädtern bietet. Von guten Produkten, die hier hergestellt werden, und von Ideen für neue Erzeugnisse. Ebenso wurde mehrfach gesagt, beim Wandel müssten die Menschen mitgenommen werden. Richtig! Der Wandel findet nicht in Konferenzräumen statt, sondern draußen, jeden Tag. Er wird von Lausitzern gemacht, von denen viele eigene Ideen und Wünsche mitbringen. Sie haben es verdient, gehört zu werden. Wenn das passiert, hat das Lausitz-Forum etwas gebracht.

Und wenn künftig auch noch Frauen mit in einer Podiumsdiskussion säßen, wäre noch eine weitere Lehre gezogen.

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