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Montag, 23.04.2018

„Ich dachte schon, es ist vorbei“

Kapitän Marco Hartmann spricht über Anspannung, Erleichterung und eine Fehlentscheidung.

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Ein Blick, der Bände spricht: Marco Hartmann ist entsetzt über Gelb-Rot.
Ein Blick, der Bände spricht: Marco Hartmann ist entsetzt über Gelb-Rot.

© Jan Huebner

Marco, wie groß ist die Erleichterung nach diesem 1:0-Sieg?

Riesig, na klar. Wir hatten uns so viel vorgenommen, es lag ein großer Fokus auf diesem Spiel, und wir haben vorher versucht, alles auszuschöpfen, was in diesem Verein steckt. Im Endeffekt war es ein verdienter Sieg. Ich bin stolz, dass wir das in Unterzahl gepackt haben. Als mich der Schiedsrichter vom Platz gestellt hat, dachte ich schon, dass es vorbei ist – und wir vielleicht doch noch ein Gegentor kriegen.

Sie meinen die Gelb-Rote Karte, die Sie in der 84. Minute für ein angebliches Foul an Halil Altintop gesehen haben. Die Fernsehbilder beweisen, was Sie sofort reklamiert hatten: kein Foul. Wie groß ist deshalb Ihr Ärger?

Ich dachte, der Schiedsrichter entscheidet auf Freistoß für mich. Ich komme von der Seite, spiele den Ball, gehe auch gar nicht in den Mann. Stattdessen tritt er mich noch vor das Scheinbein. Der Schiedsrichter war sich selbst nicht sicher. Nach dem Spiel hat er gesagt, er will sich diese Szene noch mal angucken. Und es tut ihm leid, wenn es eine Fehlentscheidung war.

So oder so, für das Heimspiel am Samstag gegen Tabellenführer Düsseldorf sind Sie gesperrt. Das tut mehr weh als der Tritt vors Schienbein, oder?

Wir haben gewonnen, das ist entscheidend. Und gegen Düsseldorf müssen Manu (Manuel Konrad/Anm. d. A.) und die anderen das Ding richten.

Was ist dieser Sieg wert?

Sehr viel. Er bringt wieder eine gewisse Sicherheit. Wir haben ein paar Mannschaften hinter uns gelassen, doch unsere Situation hat sich nicht grundlegend verändert. Aus den letzten drei Spielen brauchen wir mindestens noch einen Sieg.

Wir groß war die Anspannung?

Das Spiel hat gezeigt, dass die Situation ihre Wirkung hinterlässt. Wir sind alles Menschen, junge Menschen. Solche Wochen wie diese steckst du nicht leicht weg. Dazu sind plötzlich 30 Grad, du willst unbedingt, aber es fällt brutal schwer, und es läuft nicht alles rund. Das war sicher nicht unser bestes Spiel von den vergangenen vier, aber es war das erfolgreichste.

Notiert von Tino Meyer

Leser-Kommentare

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Insgesamt 6 Kommentare

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  1. chef24

    Das mit diesen laufenden Fehlentscheidungen ... Nervig... Kann man da nicht in Berufung gehen? Gerade wenn die Fehlentscheidung Auswirkungen auf das nächste Spiel hat. Statt Videobeweis eine schnelle Spieltagsgerichtsbarkeit, um Fehlentscheidungen zu revidieren. Das Tatsachenentscheidungen innerhalb eines Spieles unumkehrbar sind verstehe ich (man kann ja nicht noch einmal 10 Minuten mit Hartmann als Korrektur nachspielen lassen :-)), aber man kann eine Fehlentscheidung für die Zukunft zugunsten der benachteiligten Mannschaft aufheben. Warum sollte dieser Schirifehler sich auch auf das Düsseldorfspiel auswirken? DFB und Dynamo bitte miteinander korrigieren.

  2. Alex

    @1 Volle Zustimmung. Dazu noch die Anmerkung, dass eine Mannschaft, mit derart unfairen Spielern wie Altintop, nichts in der 2. Liga zu suchen hat. Als fairer Sportler hätte er dem Schiri sagen müssen, dass da nichts war.

  3. @1

    Auch wenns schön wär: Tatsachenentscheidung bedeutet laut Fifa, dass eben im Nachhinein nicht korrigiert wird. Unabhängig davon hatte Harti sich die erste Gelbe redlich verdient, und ohne die wärs kein GelRot gewesen

  4. Chef24

    @3 Aber ohne die 2. Gelbe, wäre es ja nicht gelb-rot geworden... Hoffen wir mal das es was Positives hat und wir nicht doppelt bestraft werden. Und vor allem, dass Düsseldorf bei uns nicht den Aufstieg feiert...

  5. BS_1127

    Da wird keiner was zurück nehmen. Die erste Gelbe ist Unstrittig, die zweite eine klare Fehlentscheidung, die auch der Linienrichter und der 4. Offizielle hätten schon auf dem Platz korrigieren können, wenn nicht müssen. Leider war dieser Platzverweis nur die Spitze des Eisbergs. Da waren wieder einige Foulssituationen, die bei Lautern hätten locker zu gelben Karten gelangt. Mal von der Notbremse gegen Testrot in der 78min abgesehen, die nur einen Freistoß gab.

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