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Dienstag, 03.07.2018

Husarenstück von Karl Bebendorf

Von Alexander Hiller

Der Dresdner Mittelstreckenläufer Karl Bebendorf hat seine Ausnahmestellung in seinem Altersbereich am Wochenende erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Bei der deutschen Meisterschaft der U-23-Leichtathleten in Heilbronn holte sich der Athlet vom Dresdner SC innerhalb von nur anderthalb Stunden zwei Medaillen auf unterschiedlichen Distanzen ab.

Der Schützling von Trainer Dietmar Jarosch holte sich mit einem beeindruckenden Zielsprint zunächst in 1:50,30 Minuten sogar den Titel über 800 Meter. Knappe 90 Minuten später stand der 22-Jährige schon wieder an der Startlinie – über 1 500 Meter, seine Paradedisziplin. Hier fehlten ihm beim Endspurt offenbar die nötigen Körner, denn er musste sich nach einem insgesamt verbummelten Rennen nach 4:02,64 Minuten seinem Rivalen Lukas Abele (Hanau-Rodenbach) um lediglich 0,04 Sekunden geschlagen geben und gewann schließlich Silber. „Aufgrund weniger Teilnehmer startete ich nicht nur auf meiner Spezialstrecke, den 1500 m, sondern nahm als zusätzliche Belastung noch die 800 m mit“, erklärt Bebendorf seine kräftezehrende Doppelaufgabe. „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit diesem Ergebnis und bereite mich jetzt auf den Saisonhöhepunkt in drei Wochen vor, die Deutsche Meisterschaft in Nürnberg“, analysierte Bebendorf auf seinem Facebook-Profil.

Für den Dresdner SC holte Hochspringer Jonas Wagner noch eine dritte Medaille in Heilbronn: Der 21-Jährige überquerte 2,12 Meter und reihte sich damit nur hinter Lucas Mihota (München/2,15 m) ein. Jonathan Petzke verpasste in seinem ersten Männerjahr als Vierter über 110 Meter Hürden nur knapp den Sprung auf das Podest. In 14,72 Sekunden legte er aber eine neue persönliche Bestzeit hin. Celine Noack wurde zudem als jüngste Finalläuferin gute Fünfte über 800 Meter.