sz-online.de | Sachsen im Netz

Hunde töten Ricke im Gersdorfer Wald

Ein Anwohner hat das Geschehen beobachtet, das Schlimmste aber nicht verhindern können. Jetzt wird auch das Kitz qualvoll verenden.

13.06.2018

en Ricke im Gersdorfer Wald
Die von freilaufenden Hunden zur Strecke gebrachte Ricke im Gersdorfer Forst bei Roßwein.

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Striegistal/Gersdorf. Ein Wolf hat zugeschlagen! Das war der erste Gedanke von Jens Schmidt vom Gersdorfer Forstbetrieb, als dieser zu einem tot am Waldesrand liegenden Reh mit Bissspuren gerufen wurde. Schmidt war sich relativ schnell sicher, dass die Ricke keinem Wolfsangriff zum Opfer gefallen ist. Außerdem beobachtete ein aufmerksamer Nachbar, dass freilaufende Hunde das Reh gejagt hatten.

Wie Schmidt erklärt, umsorgen und verteidigen die Ricken zurzeit ihren Nachwuchs. Freilaufende Hunde bedeuten Stress für sie. Und sterben wie in diesem Fall die Ricken, „muss letztlich auch ihr Nachwuchs qualvoll verenden“, erklärt Jens Schmidt. Er appelliert an die Besitzer von Hunden, diese - wenn überhaupt - nur angeleint mit in den Wald zu nehmen oder besser noch einen Hundeplatz aufzusuchen. Dort sei für Haustiere genügend Platz und die Wildtiere behielten Raum für die Aufzucht ihrer Jungen. (DA/sig)