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Donnerstag, 12.04.2018 Handball

HSG-Frauen peilen Titel an

Die Neudorf/Döbelnerinnen wollen im vorletzten Saisonspiel den ersten Matchball zur Meisterschaft verwerten.

Von Dirk Westphal und Harald Grotzke

In Marienberg haben Christin Röthig und die Frauen der HSG Neudorf/Döbeln die Chance, mit einem Sieg die Meisterschaft perfekt zu machen.
In Marienberg haben Christin Röthig und die Frauen der HSG Neudorf/Döbeln die Chance, mit einem Sieg die Meisterschaft perfekt zu machen.

© Dietmar Thomas

Döbeln. Die Handballsaison geht ihrem Ende entgegen. Gegenüber dem Trend, in vergangenen Jahren, sind in vielen Ligen die letzten Entscheidungen noch nicht gefallen. So kämpfen Teams aus der Region Döbeln noch um Meisterschaften beziehungsweise gegen den Abstieg. Entsprechend ist am vorletzten Spieltag noch reichlich Spannung gegeben.

Sachsenliga Frauen

Im Spitzenspiel treffen der HSV 1956 Marienberg (3./27:13) und die HSG Neudorf/Döbeln (1./31:9) aufeinander. Das wird für den Tabellenführer ein echter Härtetest, denn die Erzgebirgerinnen können mit einem Sieg ihre Meisterschaftschancen aufrechterhalten. Schon das Hinspiel sah Marienberg in Döbeln als 26:22-Sieger und damit ist auch klar, dass die HSG einen optimalen Auftritt braucht. Zwei Punkte müssen die Schützlinge von Daniel Reddiger in den letzten beiden Spielen noch einfahren, um den Titelgewinn perfekt zu machen, da den Mittelsächsinnen neben Marienberg auch noch der Tabellenzweite Rückmarsdorf mit 28:12 Zählern im Nacken sitzt. Der Tabellenführer wird top vorbereitet und hochmotiviert nach Marienberg fahren. Behält die Mannschaft die nötige Ruhe und Cleverness, dann kann der große Triumph schon nach diesem Spiel gefeiert werden. Die Gastgeberinnen werden aber selbst mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die Entscheidung auf den letzten Spieltag zu vertagen. „Die Mädels sind nach dem Pokaldebakel motiviert bis in die Haarspitzen. Und so werden wir alles in die Waagschale werfen, um in Marienberg Meister zu werden“, sagte HSG-Trainer Daniel Reddiger, der auf Laura Burkhardt und Stephanie Ehrenberg verzichten muss. Dafür reist Sandra Pohl mit ins Erzgebirge.

Sachsenliga Männer

Bei der SG Leipzig/Zwenkau (6./14:18) absolviert die HSG Neudorf/Döbeln (4./19:15) bereits ihr letztes Punktspiel. Das wird nochmals eine anspruchsvolle Aufgabe bei den sicherlich wieder mit einigen Bundesliganachwuchstalenten besetzten Gastgebern. Im Hinspiel musste die HSG in heimischer Halle eine 29:30-Niederlage hinnehmen. Mit einem eigenen Sieg würde nicht nur die Revanche gelingen, sondern die insgesamt recht ordentliche Punktspielsaison, der noch das Sachsenpokalfinale folgt, auch optimal abgeschlossen. Chancenlos sind die Neudorf/Döbelner keinesfalls. Sie müssen für den eigenen Erfolg aber eine sehr gute Leistung abliefern. „Wir wollen natürlich den Schwung vom Pokalspiel mitnehmen und gerne Vierter werden. Aber nicht um jeden Preis“, sagte HSG-Trainer Thomas Schneider.

Sachsenliga Frauen Staffel Ost

Der VfL Waldheim 54 (9./16:24) empfängt den USV TU Dresden II (12./6:34). Gegen das Schlusslicht der Liga geht der VfL in heimischer Umgebung als Favorit ins Spiel, daran ändern auch die fünf Niederlagen in Folge nichts. Trotz der vielfältigen VfL-Probleme dürfte die Mannschaft die besseren spielerischen Mittel besitzen und das auch in einen Heimsieg umsetzen können. Alles andere wäre eine weitere Enttäuschung. Der Tabellenletzte muss allerdings auch ernst genommen werden, sonst wird es schwierig, den angestrebten Erfolg zu erreichen. „Wir müssen auf Biegen und Brechen gewinnen, da muss man nicht um den heißen Brei herumreden“, sagte VfL-Trainer Ulf Seeger.

Verbandsliga Männer Staffel Ost

Im letzten Heimspiel hat der VfL Waldheim 54 (11./12:28) den ESV Dresden (5./21:19) zu Gast. Die Elbflorenzer können ganz entspannt ins Spiel gehen, der VfL dagegen braucht im aufreibenden Abstiegskampf noch Punkte. So müssen die Waldheimer an ihr absolutes Leistungslimit gehen, um dieses für sie so wichtige Spiel erfolgreich zu gestalten. Gegen die recht solide spielenden ESV-Männer wird das bei der derzeitigen Verfassung nicht einfach. Ganz unmöglich erscheint ein Heimsieg jedoch auch nicht. „Wir sollten uns bemühen, dass wir uns mit einem ordentlichen Spiel von unseren Fans am letzten Heimspieltag verabschieden“, sagte VfL-Trainer Michael Henoch dem Döbelner Anzeiger.

Verbandsliga Männer Staffel West

Die SG Leipzig/Zwenkau II (4./27:13) hat die HSG Neudorf/Döbeln II (11./10:30) zu Gast. Für die stark abstiegsgefährdete HSG erneut eine scheinbar kaum lösbare Auswärtsaufgabe. Der Tabellenvierte ist in eigener Halle klarer Favorit, und wenn er die Gäste nicht auf die leichte Schulter nimmt, brauchen diese schon eine überdurchschnittliche Leistung, um eine positive Überraschung mit eigenem Punktgewinn zu schaffen. Dafür spricht zwar derzeit nicht viel, aber die Hoffnung bleibt. „Wir versuchen, so aufzutreten, wie gegen Spitzenreiter LVB. Wenn uns das gelingt, können wir vielleicht einen Punkt entführen. Den brauchen wir auch, um noch einen Platz nach oben zu rutschen“, sagte HSG-Coach Marc Süße.

Bezirksliga Frauen Leipzig

Der BSC Victoria Naunhof (6./9:15) empfängt die HSG Neudorf/Döbeln II (1./20:4). Die Mittelsächsinnen haben es selbst in der Hand, den angestrebten Meistertitel zu sichern. Dafür müssen sie auch in Naunhof wieder eine starke Leistung bieten und mit den besseren spielerischen Mitteln die Gastgeberinnen auf Distanz halten. Die Voraussetzungen sind vorhanden und es ist damit zu rechnen, dass sich die Schützlinge von Dietmar Sperling nicht überraschen lassen und mit einem Sieg die Heimreise antreten.

Bezirksliga Männer Leipzig

Der VfL Waldheim 54 II (10./16:28) spielt zu Hause gegen den SC DHfK Leipzig II (3./32:12). Die Waldheimer sollten ihr letztes Heimspiel nutzen, um ihren treuen Fans mit einer guten Leistung für deren Unterstützung zu danken und so versuchen, den favorisierten Gästen eine Niederlage mit auf den Heimweg zu geben. Das wird nach einer mit vielen Unwägbarkeiten und Problemen behafteten Saison sicher nicht einfach, erscheint aber auch nicht unmöglich.

Beim Staffelkrösus SV Lok Leipzig-Mitte II (1./44:0) gastiert der SV Leisnig 90 (12./11:33). Die Leipziger sind das Maß aller Dinge und der übrigen Konkurrenz haushoch überlegen. Es ist damit auch unvorstellbar, dass die Bergstädter auch nur den Hauch einer Chance besitzen. Alles andere als ein Sieg des schon länger feststehenden neuen Bezirksmeisters wäre eine mehr als große Sensation.

Bezirksklasse Frauen Chemnitz

Die HSG Muldental 03 (2./24:8) geht als Favorit in das Heimspiel gegen den SV Rotation Weißenborn II (8./11:21). Läuft alles im normalen Rahmen ab, dann dürfte sich die bessere Spielanlage der Muldentalerinnen durchsetzen und auch das letzte Saisonheimspiel gewonnen werden. Dass die Weißenbornerinnen auch gute Handballkost zeigen können, haben sie beim 17:17- Remis im Hinspiel bewiesen. Eine Unterschätzung der Gäste verbietet sich deshalb.

Kreisliga Männer Mittelsachsen

Der VfL Waldheim 54 III (3./16:8) trifft zu Hause auf den VfB Blau-Gelb 21 Flöha (6./8:12). Die Zschopaustädter sind in eigener Halle gegen den VfB als Favorit anzusehen. Sie haben eine recht erfolgreiche Saison gespielt und streben sicher einen vollen Erfolg an. Gegen die gegenüber der Vorsaison doch stark verbesserten Gäste ist dafür aber wiederum eine ordentliche Leistung nötig. Es spricht momentan nichts dagegen, und somit ist mit einem VfL-Sieg zu rechnen.

Der SV Leisnig 90 II (7./2:18) ist im Heimspiel gegen den TSV Fortschritt Mittweida II (2./18:4) klarer Außenseiter. Die Mittweidaer haben noch alle Chance, ihren Meistertitel erfolgreich zu verteidigen. Da käme eine Niederlage beim Tabellenvorletzten teuer zu stehen. Das wissen die Gäste und sie werden mit einem konzentrierten Auftritt nichts anbrennen lassen.