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Montag, 17.09.2018

Historische Chance für Rodigtturm

Das Aussehen des Turms ist klar, die Finanzierung günstig wie lange nicht. Jetzt muss noch der Stadtrat Farbe bekennen.

Von Marcus Herrmann

Nicht alltäglich: Dieses Design hätte der neue Turm.
Nicht alltäglich: Dieses Design hätte der neue Turm.

© Visualisierung: art+craft

Nossen. 135 Stufen, sechs Höhenebenen, eine Aussichtsplattform in 24 Metern Höhe, eine Gesamthöhe von 30 Metern. Die Eckdaten sowie ein fundiertes Konzept für Zuwege, Beschilderung und Parkplätze für den neuen Rodigtturm stehen. Der freie Architekt Udo Scholz vom Käbschütztaler Büro „Art + Craft“ hatte es im jüngsten Nossener Stadtrat vorgestellt. Kann sich der Rat auf einen Turmbau einigen, wird er so gebaut.

„Jede Ebene ist über eine geringere Stufenanzahl als darunter zu erreichen, sodass der Turm damit eine sich nach oben verjüngende Gestalt erhält“, sagte Scholz. Die Materialität des Turmes soll sich in Farbton und Formgebung vor allem in den Naturraum einfügen. Die Konstruktion besteht aus Corten-Stahlrohren mit der charakteristischen rötlich-braunen Anmutung. Das Regionalmanagement Klosterbezirk Altzella würde das rund 600 000 Euro teure Projekt zu 80 Prozent fördern. Sollte ein Verein das Areal beispielsweise pachten, wären sogar 90 Prozent drin. Leiterin Steffi Möller nannte die Möglichkeit für die Stadträte, einen neuen Höhepunkt für Touristen zu schaffen „historisch“. Dazu müsse aber rasch eine Entscheidung her, da bis Jahresende Klarheit für die Fördermittelvergabe herrschen müsse. Die Stadt erwägt einen neuerlichen Spendenaufruf an Firmen und Privatpersonen. Der Eigenanteil liegt bei circa 120 000 Euro. Aus vorherigen Spenden und Zusagen von Firmen könnten nochmals rund 56 000 Euro abgesichert werden. Für den Rest wären etwa Patenschaften für einzelne Stufen des Turms denkbar, so Bürgermeister Uwe Anke.