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Dienstag, 10.07.2018

Heitere bis wolkige Inselklänge

Musikalisch hell, textlich dunkel: Steven Wilson in Dresden.

Von Tom Vörös

Die Gitarre ist nur eines der vielen Elemente, die Steven Wilsons Musik so besonders machen. Foto: Lasse Hoile / PR
Die Gitarre ist nur eines der vielen Elemente, die Steven Wilsons Musik so besonders machen. Foto: Lasse Hoile / PR

Er hat die Progressive Rockmusik mit seiner Band Porcupine Tree für das 21. Jahrhundert konserviert. Als Solokünstler schickt sich Steven Wilson nun zunehmend an, den Pop-Olymp zu erobern. Wie geht das zusammen?

Zunächst ist festzuhalten, dass der bei London geborene Mann diverse Instrumente spielt und sich die Berufe Produzent, Toningenieur, Gitarrist und Keyboarder selbst beigebracht hat. Bravo. Da dürfte es ein Leichtes sein, eine Vollzeitstelle als Popmusiker anzutreten.

Gebündelte Klang-Kosmen

„To The Bone“ heißt sein neuester Streich, der selbst die alten Fans und Freunde eher verfrickelter Rockmusikklänge nicht direkt vergraulen dürfte. Denn selbst als neuer Popmusik-Held besitzt Steven Wilson genug Handwerkszeug, um die Ohrwürmer mit genügend filigranen Facetten zu versehen. Da kommt dem Briten sicherlich die nicht gerade profane musikalische Vorbildung zugute – an den Patenten von Frank Zappa, King Crimson, Yes oder Led Zeppelin hat er sich längst abgearbeitet und eigene Konzepte erdacht.

Natürlich wissen Fans, dass Wilson nicht gerade der Inbegriff einer rheinländischen Frohnatur ist. Thematisch ist die Pop-Zuckerwatte eher düster angehaucht: „Wenn es ein dominierendes Thema gibt, dann ist es: ‚in welch abgefuckter Welt wir leben‘“, sagt er.

Service

Was: Steven Wilson

Wann: 14. Juli, 20 Uhr

Wo: Freilichtbühne Junge Garde, DD

Tickets: 49,98 Euro

Hotline: 0351 4864 2002

Internet: www.stevenwilsonhq.com/sw

Verlosung

Wir vergeben zweimal zwei Freikarten – im Internet über www.augusto-online.de/verlosung, mit Angabe von Name & Stichwort. Die Gewinner werden am Freitag ab 12 Uhr per E-Mail benachrichtigt.