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Freitag, 15.06.2018

Heißer Ritt auf zwei Rädern

Am Sonnabend findet die achte Ausgabe des Knorpelschänken-Enduro in Feldschlößchen statt. 150 Fahrer machen mit.

Von Rainer Könen

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Verschnaufpause während der Vorbereitungen: Johannes Baumgärtel (Mitte), Organisator des Knorpelschänken-Enduro, hat mit anderen Motocross-Enthusiasten bereits zahlreiche Hindernisse aufgebaut. Der junge Fahrer trainiert schon einmal für seinen Start in der Bambini-Klasse.
Verschnaufpause während der Vorbereitungen: Johannes Baumgärtel (Mitte), Organisator des Knorpelschänken-Enduro, hat mit anderen Motocross-Enthusiasten bereits zahlreiche Hindernisse aufgebaut. Der junge Fahrer trainiert schon einmal für seinen Start in der Bambini-Klasse.

© Thorsten Eckert

  • Verschnaufpause während der Vorbereitungen: Johannes Baumgärtel (Mitte), Organisator des Knorpelschänken-Enduro, hat mit anderen Motocross-Enthusiasten bereits zahlreiche Hindernisse aufgebaut. Der junge Fahrer trainiert schon einmal für seinen Start in der Bambini-Klasse.
    Verschnaufpause während der Vorbereitungen: Johannes Baumgärtel (Mitte), Organisator des Knorpelschänken-Enduro, hat mit anderen Motocross-Enthusiasten bereits zahlreiche Hindernisse aufgebaut. Der junge Fahrer trainiert schon einmal für seinen Start in der Bambini-Klasse.
  • Am Sonnabend wird es auf dem Waldkurs in Feldschlößchen wieder temperamentvolle Szenen rings um den Hindernisparcours geben.
    Am Sonnabend wird es auf dem Waldkurs in Feldschlößchen wieder temperamentvolle Szenen rings um den Hindernisparcours geben.

Wachau. Fangowanne. Freibad. Oder das „House of trees“. Wenn die hiesigen Freunde des Enduro-Motorradsports diese Bezeichnungen hören, schlagen die Herzen höher. An diesem Sonnabend werden sich bei der achten Ausgabe des Knorpelschänken-Enduro (KSE) in Feldschlößchen wieder Fahrer aus der ganzen Republik auf einem vier Kilometer langen Hindernisparcours großen Enduro-Sport bieten. Da werden die Besucher sich natürlich an die Stellen dieses Waldkurses begeben, die besonders spektakuläre Eindrücke vermitteln.

Johannes Baumgärtel und René Brückner, die Organisatoren dieses Motorsport-Events, sind gespannt, wie sich die Fahrer beim diesjährigen Wettbewerb schlagen werden. Fest steht: „Das wird hier wieder eine ziemlich coole Nummer werden“, meint der 37-jährige Baumgärtel, der in den zurückliegenden Jahren mitgefahren war, sich aber nun ganz der Organisation widmet. Denn die gesamte Logistik dieses Rennens, die Unterbringung der Teilnehmer in kleine Fahrerlager im Ort, das sei schon mit einem immensen Zeitaufwand verbunden, so Baumgärtel. Der daher auch froh ist, dass viele ehrenamtliche Helfer diese Veranstaltung unterstützen.

150 Fahrer haben sich angemeldet. In den drei Nachwuchsklassen (Bambini, Junior und Youngster) gehen jeweils zehn Teilnehmer ab 9.30 Uhr an den Start. In der Hobby- und Expertklasse machen jeweils 60 Fahrer mit. Darunter ist mit Eddi Hübner auch wieder ein mehrfacher Deutscher Meister dabei.

Bundesweites Interesse

Das Interesse an diesem Knorpelschänken-Rennen sei in den vergangenen Jahren bundesweit gewachsen, erzählt Bäumgärtel. So seien in der Hobby- und Expertklasse die 120 zur Verfügung stehenden Plätze bei der Anmeldung binnen einer Minute weg gewesen. Im 700 Einwohner zählenden Feldschlößchen lebt man einmal im Jahr diese Enduro-Euphorie regelrecht aus. Etwas, was die Organisatoren sehr schätzen. Die teilnehmenden Fahrer „mögen das familiäre Feeling hier, das Flair auf und neben der Strecke“, so Baumgärtel weiter. Für viele ein Grund, wiederzukommen. Selbstverständlich auch wegen des anspruchsvollen Waldkurses.

In diesem Jahr habe man sich bei der Gestaltung des Hindernisparcours wieder einiges einfallen lassen, so Baumgärtel. Das Haus der Bäume beispielsweise dürfte sicher ein besonderer Anziehungspunkt für die Zuschauer werden. In einem bis auf die Grundmauern abgerissenen Haus müssen die Fahrer eine bemerkenswerte Geschicklichkeit an den Tag legen, um über Holzbohlen und -stämme mit ihren Maschinen, nein, nicht zu fahren, sondern „zu hüpfen“, so Baumgärtel. Spannend sei das, und da dürften sicher nur 20 Prozent der besten Fahrer problemlos durchkommen. Im Freibad, einem knapp zwei Meter tiefen alten Löschteich, über den eine Hängebrücke gespannt ist, landeten bisher auch jedes Mal Fahrer mit ihren Maschinen im schlammigen Wasser. Ebenfalls spektakulär anzusehen, wenn im als Fangowanne bezeichneten Schlammloch die Enduro-Biker steckenbleiben.

Zwei Stunden auf dem Rundkurs

Die Klassen Hobby und Expert gehen jeweils für zwei Stunden auf den Rundkurs. Die Expert-Klasse fährt in ihrem Rennen in entgegengesetzter Richtung und erhält zusätzliche Streckenabschnitte, die es in sich haben. An den neu gestalteten Hindernissen namens Luisen, Franz und Schinderhang sind Fahrtechnik sowie eine Portion Glück erforderlich. Für die Insider sind sicher auch die sogenannten „jungen Wilden“ der Endurosport-Szene ein Begriff. Dazu gehören neben Florian Görner auch Maik Schubert und Leon Hentschel. Topfit müssen alle Fahrer sein. Eine gute Kondition ist auf dem fordernden Waldkurs eine Grundbedingung für die Fahrer. Die besten legen auf diesem in den zwei Stunden gar zwölf Runden zurück.

Ein Unterhaltungsprogramm gibt es nicht. Was zähle, sei der „reine Endurosport“, so Johannes Baumgärtel. Der bei gutem Wetter mit rund 1 500 Besuchern an der Strecke rechnet. Der Eintritt beträgt vier Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei.