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Freitag, 01.06.2018

Heidenau plant Aufstiegsfeier

Ein Punkt würde dem HSV im Spiel gegen Copitz II reichen. Dohna gastiert in Neustadt.

Von Jens Jahn

Gergo Akos Puskar (l), hier im Duell mit Fabian Keidel, erzielte im Hinspiel das HSV-Siegtor.
Gergo Akos Puskar (l), hier im Duell mit Fabian Keidel, erzielte im Hinspiel das HSV-Siegtor.

© Marko Förster

Fußball, Kreisoberliga. Im Mittelpunkt des 24. Spieltages der Fußball-Kreisoberliga steht die Partie des Heidenauer SV gegen den VfL Pirna-Copitz II. Mit einem Sieg oder einem Unentschieden in diesem Top-Spiel würde der HSV seine Rückkehr in die Landesklasse perfekt machen. Bei einem Dreier der Copitzer Landesliga-Reserve würde die Entscheidung um den Staffelsieg vertagt werden.

Drei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung des als Aufstiegsfavorit in das Spieljahr gegangene Heidenauer SV acht Zähler auf Copitz II. HSV-Coach Andre Berger hofft auf eine Entscheidung am Sonnabend: „Es wäre schon toll, wenn wir vor heimischen Publikum den Aufstieg klar machen könnten. Aber es wird nicht leicht. Die Copitzer Reservemannschaft ist eine starke Truppe mit erfahrenen Spielern und vielen Jugendlichen. Trotzdem bin ich optimistisch für Samstag.“ Sein Gegenüber Holger Weinhold sieht die Angelegenheit entspannter: „Na klar, ist Heidenau der Favorit. Aber meine Jungs sind heiß auf dieses Spiel, wollen den Liga-Primus schon noch etwas ärgern. Wir können befreit aufspielen, haben doch schon mit dem momentanen Platz zwei etwas ganz Großartiges geschafft.“ Im Hinspiel entführte der HSV durch ein Tor des zu Stahl Freital gewechselten Gergo Akos Puskar in der 87. Minute drei Punkte aus dem Willy-Tröger-Stadion.

Natürlich will die Weinhold-Elf auch nach dem letzten Spieltag den silbernen Abschlussrang vorweisen können. Bei einer Niederlage könnte aber auch Motor Freital noch einmal auf vier Punkte herankommen. Das Team um Trainer Michael Seifert gastiert am Sonntag zum Ortsderby beim Tabellenschlusslicht Blau-Weiß Stahl Freital II. Für die Hausherren wird es die letzte Möglichkeit sein, noch einmal etwas Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen zu dürfen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Sieg gegen den Lokalrivalen. Und Stahl Altenberg sowie Traktor Reinhardtsdorf müssten patzen.

Pirna fiebert Pokalfinale entgegen

Beide Teams stehen vor schweren Auswärtsaufgaben. Die Männer aus dem Osterzgebirge treten beim 1. FC Pirna an, Reinhardtsdorf gastiert beim FSV Dippoldiswalde. Die Stahl-Elf wird darauf hoffen, dass die Pirnaer nach ihrer ersten Rückrundenniederlage am vergangenen Wochenende nicht sofort in die Erfolgsspur zurückfinden. Trainer Thomas Warschkow sieht die Prioritäten sowieso im Kreispokalfinale: „Darauf sind natürlich unsere Anstrengungen gerichtet. Natürlich werden wir aber auch gegen Altenberg alles geben.“ Die Reinhardtsdorfer siegten in der Hinrunde daheim mit 2:1 – Lars Schmittner erzielte beide Treffer. „Wir sind nicht immer wie ein Absteiger aufgetreten, haben gute Kritik von den gegnerischen Trainern bekommen. Unser Problem ist halt der knapp bemessene Spielerkader“, sagt Trainer Arne Helth.

Am Sonnabend, bereits ab 14 Uhr, kommt es zur Begegnung zwischen dem SSV Neustadt und Chemie Dohna. Beim Zurückdenken an das Hinspiel bekommt Dohnas Trainer Tomas Uxa noch immer Bauchschmerzen, denn seine Schützlinge gingen mit 1:8 unter. Doch in den vergangenen Partien zeigte sich die Defensivabteilung der Chemie-Elf besser aufgestellt. „Ich habe Martin Franek in die Abwehr genommen. Das funktionierte zuletzt sehr gut“, erklärt Uxa. Fehlen wird allerdings Rene Courtois De Hurbal, der beim 5:3 gegen den 1. FC Pirna wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Mit sieben Platzverweisen und 66 Gelben Karten ist Dohna das „schwarze Schaf“ der Liga. Nur 27 Gelbe und einen Platzverweis hat Fair Play-SpitzenreiterVfL Pirna-Copitz II auf dem Kerbholz. Der LSV Gorknitz trifft auf der heimischen Alm auf die SG Schönfeld, Stolpen muss am Sonntag in Pesterwitz ran.