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Montag, 24.09.2018

Heidenau im Pech

Von Jens Jahn

Nach drei Niederlagen in den ersten Partien hat der Hartmannsdorfer SV gegen den Heidenauer SV am vierten Spieltag der Fußball-Landesklasse Mitte seinen ersten Sieg gefeiert. Nach dem 1:6 in der Vorwoche beim Meißner SV präsentierten sich die Kicker aus dem Osterzgebirge mit einem völlig umgewandelten Gesicht. „Die Einstellung der gesamten Truppe war klasse. Da waren Kämpferherz und unbedingter Siegeswille deutlich zu spüren“, freute sich Trainer Sandro Nitschke.

Das frühe Pressing der Gastgeber zeigte bereits in der dritten Minute Erfolg. Nach einer Balleroberung zirkelte Rico Heinrich das Leder über den weit vor dem Tor stehenden Heidenauer Schlussmann Marcel Zönnchen hinweg unter die Querlatte. Nach einer reichlichen halben Stunde wurde Norman Bendix im Strafraum unsanft von den Beinen geholt und Rico Heinrich markierte seinen zweiten Streich per Elfmeter. Dabei musste Nitschke vor dem Anpfiff vor allem im Defensivbereich gehörig umstellen. Mit Patrick Beier, Paul Wolter, David Glöckner und Fabrice Fröbel fehlten vier Stammleute. So musste Torwart Dustin Heinrich als Feldspieler ran.

Mehrfach auf der Linie geklärt

Die Heidenauer waren bei Standardsituationen stets kreuzgefährlich. Gästekapitän Rocky Zimmer und Routinier Vit Turtenwald brachten immer wieder Gefahr für das Hartmannsdorfer Gehäuse. Mario Ullmann und Erik Bier retteten mehrfach auf der Linie für ihren bereits geschlagenen Keeper Mirko Zimmermann. „Chancen waren da für ein besseres Resultat. Das Pech klebte uns im Angriff am Fuß und hinten haben wir Fehler gemacht“, musste HSV-Trainer Silvio Bär zugeben. Wiederum hatte Bendix aber auch das 3:0 auf dem Fuß, verzog aber freistehend. Für den 28-Jährigen endete die Begegnung äußerst schmerzhaft. Bei einem unglücklichen Sturz an die Abgrenzung am Spielfeldrand zog sich Bendix eine stark blutende Handverletzung zu und musste zum Nähen in das Krankenhaus. „Man hat mich eine Stunde lang verarztet. Gebrochen ist nichts, aber es ist schon eine ganz schön große Wunde“, sagte der Verletzte.