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Donnerstag, 13.09.2018

Heckenschütze bleibt im Krankenhaus

Die Ermittlungen der Polizei zu den Schüssen von Bischofswerda dauern an. Auch zu einem möglichen Trittbrettfahrer.

Der Heckenschütze bei seiner Verhaftung am 19. August.
Der Heckenschütze bei seiner Verhaftung am 19. August.

© Rocci Klein

Bischofswerda. Steinschlag oder ein gezielter Schuss auf einen fahrenden Kleintransporter? Diese Frage stellen sich die Ermittler, seitdem sich ein Kraftfahrer am 27. August bei der Polizei meldete. Die Frontscheibe des Fahrzeuges war an jenem Tag gegen 7.30 Uhr bei Goldbach beschädigt worden. Da befand sich der mutmaßliche Heckenschütze, der tagelang Kraftfahrer verunsichert hatte, schon acht Tage in einem Fachkrankenhaus.

In diesem Fall dauern die Ermittlungen an, sagte Polizeisprecher Thomas Knaup, jetzt auf Anfrage der SZ. Ein Steinschlag sei derzeit ebenso wenig auszuschließen wie ein Beschuss des Wagens, „wobei tatsächlich wenig für eine Nachahmungstat spricht“. Allerdings müsse das Ergebnis der Untersuchungen abgewartet werden.

Auch zu dem am 19. August am Bischofswerdaer Ortseingang aus Richtung Bautzen festgenommenen Mann laufen noch die Ermittlungen der Polizei in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft. Nach derzeitigem Stand wird ihm zur Last gelegt, in mindestens 18 Fällen auf vorbeifahrende Fahrzeuge geschossen zu haben. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Aufgrund eines richterlichen Beschlusses wurde der Tatverdächtige in einem Fachkrankenhaus untergebracht. Dort sei er noch jetzt, sagte Thomas Knaup. (szo)