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Samstag, 15.09.2018

Havarie in der Walzengießerei

Aus einem Ofen ist flüssiges Eisen ausgelaufen. Alle Mitarbeiter mussten evakuiert werden.

Von Peggy Zill

Die Feuerwehren von Coswig und Radebeul mussten in die Walzengießerei ausrücken.
Die Feuerwehren von Coswig und Radebeul mussten in die Walzengießerei ausrücken.

© Feuerwehren LK Meißen

Coswig. Die Feuerwehren von Coswig und Radebeul sind am Donnerstag gegen 12.45 Uhr zur Walzengießerei nach Coswig ausgerückt. Durch einen Schaden an einem der Öfen war flüssiges Eisen ausgelaufen. In Verbindung mit der Technik ringsherum könnte es zu einer gefährlichen Kettenreaktion kommen. Deshalb wurde sofort die Alarmkette ausgelöst, wie Geschäftsführer Thomas Füssel erklärt. Dazu gehört, dass alle verfügbaren Feuerwehren alarmiert und alle Mitarbeiter in dem betroffenen Bereich evakuiert werden. Personenschäden gab es keine. Die Alarmkette habe sehr gut funktioniert, sagt Thomas Füssel.

Die Feuerwehr konnte vor Ort nicht viel ausrichten. Es hat laut Geschäftsführer zwar kurzzeitig ein kleineres Feuer gegeben, aber löschen konnte man das nicht. Flüssiges Eisen und Wasser sollten nicht zusammenkommen. Dann würde das Wasser verdampfen und das glühende Eisen herumspritzen.

Das auslaufende Eisen landete in Auffangbehältern, die für solche Havarien vorgesehen sind, wie Thomas Füssel erklärt. Die Produktion sei bereits am Abend wieder angelaufen, langfristige Auswirkungen werde es nicht geben. „Schließlich haben wir mehrere Öfen.“ Die Begutachtung des Schadens laufe noch. Dass es einen Durchbruch bei einem Ofen gibt, sei sehr selten, so Füssel.