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Montag, 14.05.2018

Hasenhüttl bleibt in Leipzig

Fan-Liebling Ralph Hasenhüttl wird auch in der kommenden Saison Trainer von RB Leipzig sein. Für die Zeit danach hält sich Sportdirektor Ralf Rangnick plötzlich alle Varianten offen.

Von Frank Kastner

Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl wird auch in der kommenden Saison die Rasenballer trainieren.
Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl wird auch in der kommenden Saison die Rasenballer trainieren.

© Jan Woitas/dpa

Leipzig. Ralph Hasenhüttl bleibt auch im dritten Bundesliga-Jahr Trainer von RB Leipzig. Ob das Bündnis mit Sportdirektor Ralf Rangnick darüber hinaus anhält, werden die Analysen der Saison, die Gespräche über neues Personal und die Eckdaten des künftigen Vertrages in den Verhandlungen ab dieser Woche zeigen. Nachdem Hasenhüttl intern bei einer Teamparty in einem Leipziger Szene-Club erst vom Team und dann beim Abschiedsspiel am Sonntag von Dominik Kaiser von den RB-Fans lautstark mit „Hasi, Hasi“-Sprechchören gefeiert wurde, machte Rangnick einen ersten Schritt.

„Er wird auf jeden Fall nächstes Jahr unser Trainer sein, daran gab es noch nie irgendeinen Zweifel. Jetzt werden wir uns im Laufe der nächsten Tage zusammensetzen und die Saison Revue passieren lassen, auch gemeinsam absprechen, was lief gut, was können wir noch besser machen“, sagte Rangnick und betonte: „Dafür haben wir jetzt auch genug Zeit.“

Einen Standpunkt hat Rangnick bereits aufgegeben. Er würde auch mit Hasenhüttl in die nächste Spielzeit gehen, wenn es keine Einigung auf ein langfristiges Engagement gäbe. Weihnachten sah das noch ganz anders aus. „Das ist ein halbes Jahr her, wo ich das gesagt habe. Es gibt aber genügend Beispiele, wo es auch so ist oder war, selbst bei Pep Guardiola bei Bayern damals“, erklärte der 59-Jährige.

Auch beim Thema Timo Werner hat Rangnick „gar keine Eile“. Ursprünglich wollte der Sportdirektor den noch bis 2020 laufenden Vertrag vorfristig verlängern, bevor der Nationalstürmer bei der Weltmeisterschaft in Russland Begehrlichkeiten großer Clubs weckt. „Mit Timo Werner brauchen wir keine Gespräche führen, wenn, dann gibt es Gespräche mit seinem Berater, mal sehen, ob sich das in den nächsten ein, zwei Wochen ergibt“, erklärte Rangnick.

Einer Linie will RB treu bleiben. Wie bereits im Februar verkündet, will der Verein in Zukunft nur noch Vertragsgespräche in den Transferperioden führen. Die Regelung gilt ab dem Sommer. „Wir machen es künftig in den Transferphasen oder in der Pause“, betonte Rangnick, der für die neue Saison mit erneuter Doppelbelastung dank Europa-League-Qualifikation bis zu sieben Neuzugänge benötigt.

Vor allem der Ersatz für den zum FC Liverpool wechselnden Naby Keita wird schwierig. „Direkt einen Ersatz für Naby zu finden, ist unmöglich“, meinte Rangnick. In den nächsten drei, vier Wochen will er die ersten Neuzugänge festzurren. „Dann wird man sehen, was hat wer am Ende gekostet, was hat man noch übrig, hat man überhaupt noch etwas übrig. Das es jetzt nicht im ganz großen Stil ablaufen wird, ist auch klar. Es werden sechs oder sieben Spieler, eher weniger“, sagte der Schwabe.

„Der Kader hat dieses Jahr gerade noch gereicht. Ich glaube schon, dass der Verein überlegt, einen größeren Kader zu planen“, sagte Stürmer Yussuf Poulsen. Neben Keita und Kaiser wird auch Benno Schmitz den Verein verlassen. Kaum Bewegung gibt es derzeit in der Torwartfrage hinter Stammkeeper Péter Gulácsi. Der Schweizer Yvon Mvogo erhielt kaum Einsatzzeiten und will sicher weg. Der an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehene Marius Müller kehrt zurück. Auch die Zukunft von Talent Philipp Köhn ist offen. Routinier Fabio Coltorti könnte noch einmal für eine weitere Spielzeit als Absicherung einen Vertrag bekommen. (dpa)

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