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Montag, 04.06.2018

Hartmannsdorf bleibt in der Liga

Von Günther Nitschkeund Jürgen Schwarz

Der Hartmannsdorfer SV Empor steht zwei Spieltage vor Saisonende der Landesklasse mit 23 Punkten auf Rang zwölf. Der BSV 68 Sebnitz und der Coswiger SV steigen ab, da sie ihre Mannschaften aus der 7. Liga zurückziehen. Ein drittes Team muss den Weg in die Kreisoberliga antreten, sollte aus der Landesliga eine Mannschaft in die Mitte-Staffel eingegliedert werden müssen. Das ist eher unwahrscheinlich. Barkas Frankenberg (15.) rangiert bereits acht Zähler hinter den Hartmannsdorfern. Bei bestem Fußballwetter und guten Platzbedingungen lief in Hartmannsdorf eine gutklassige Partie ab. Ohne Abtasten gingen beide Teams in die Anfangsphase, in der Possendorf Keeper Pierre Oertel einen frühen Rückstand verhinderte (3.), als Norman Bendix in eine Rückgabe gesprintet war. Nur 180 Sekunden später brachte Dominik Müller seine Farben mit einem Flachschuss in Führung. Es folgte dann eine Freistoßeingabe von Rico Heinrich, die Bendix nur ganz knapp am gegnerischen Gebälk vorbei köpfte.

Nach der turbulenten Startphase übernahmen dann die Gäste die Initiative und spielten sehr druckvoll nach vorn. Die Folge war ein Foulelfmeter für die Gäste, mit dem Oliver Göschick zunächst am glänzend reagierenden Torwart Mirko Zimmermann scheiterte, im Nachschuss aber erfolgreich war. Das war zugleich das Signal für die Possendorfer, eigene Aktivitäten weiter zu forcieren. Nach einem mustergültigen Spielzug mit mehreren Direktablagen traf Florian Gamalija mit einer Direktabnahme zum 2:1 für die Gäste (22.). Unbeirrt nahmen danach die Gastgeber die Verfolgerrolle an. Paul Wolter verzog knapp, aber in der 26. Minute fiel das (kuriose) Ausgleichstor. Einen zu kurz abgewehrten Ball zirkelte Rico Heinrich mit einer „Bogenlampe“ ins Dreiangel.

HSV-Keeper pariert Handelfmeter

Auch im zweiten Spielabschnitt schenkten sich beide Seiten nichts, drückten immer wieder auf das Tempo. Schon in der 48. Minute nutzten dann die Einheimischen eine Freistoßsituation schlitzohrig aus und Rico Heinrich köpfte zum 3:2 ins Tornetz. Die erneute Führung gab den Hartmannsdorfern mächtig Auftrieb und zwang die Gäste mehr in das eigene Offensivspiel zu investieren. Mario Becker setzte einen Kopfball knapp neben das Gehäuse und im Gegenzug verzog Norman Bendix per Flachschuss. Erneut war es dann Becker, der sich auf der rechten Seite gekonnt durchsetzte und einen Handelfmeter herausholte. Zum fälligen Elfer trat Rene Schmidt an, den platziert geschossenen Ball lenkte jedoch Mirko Zimmermann reaktionsschnell um den Pfosten. Diese Glanzparade war ein spielentscheidendes Signal für die HSV-Aktiven. Nach 64 Minuten spielten sich dann die Hartmannsdorfer über Paul Wolter und Dominik Müller nach vorn, ehe Carlo Nitschke aus zentraler Position unhaltbar abzog. Der komfortable Vorsprung stärkte die Gastgeber und trug weiter zu mehr Selbstvertrauen bei. In der 72. Minute sah der Possendorfer Gamalija nach einer Unsportlichkeit Gelb-Rot. Es folgte eine Schlussphase, in der Hartmannsdorf das Match sicher kontrollierte, durch Rico Heinrich noch einen Pfostenschuss verzeichnete (73.) und Schlussmann Oertel im Possendorfer Gehäuse einen noch höheren Rückstand durch einige reaktionsschnelle Paraden verhinderte.