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Freitag, 12.10.2018

Harig kritisiert „Wolfsversteher“

Bautzens Landrat fordert nach der Attacke auf eine Schafherde bei Förstgen ein Umdenken.

Bautzens Landrat Micheal Harig (CDU) sieht beim Thema Wölfe Gefahr in Verzug.
Bautzens Landrat Micheal Harig (CDU) sieht beim Thema Wölfe Gefahr in Verzug.

© Uwe Soeder

Bautzen. Landrat Michael Harig (CDU) hat ein Umdenken beim Thema Wolf angemahnt.

Zwei Tage nach der verheerenden Wolfsattacke im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft meldet er sich mit deutlichen Sätzen zu Wort: Da es nun eine „staatliche Herde“ gewesen sei, die getroffen wurde, bleibe zu hoffen, dass sich „am Erkenntnisprozess derer, die da meinen, es sei alles in Ordnung,“ etwas ändert. Die bisherige Argumentation der „Wolfsversteher“ zerbrösele mit jedem Riss: „Wann wird endlich erkannt, dass wir auf einem falschen Wege sind?“ Es sei Gefahr in Verzug. Wölfe gehörten nicht in die Kulturlandschaft. Harig plädiert seit Längerem für Eingriffe in die Wolfspopulation.

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Dem Wolfsangriff in Förstgen waren Dutzende Tiere zum Opfer gefallen. Die angegriffene Herde aus Schafen und Ziegen umfasste 151 Tiere, nur 62 kamen ohne Blessuren davon. Bis Donnerstagvormittag wurden 43 tote Tiere und 18 verletzte registriert. 28 wurden noch vermisst. (dpa)