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Freitag, 08.06.2018

Hainsberg verabschiedet Sebnitz

Von Jürgen Schwarz

Im Hinspiel brachte Hainsbergs Markus Weise (r.) die Gastgeber in Führung. Doch am Ende gewann Sebnitz mit 2:1. Foto: Karl-Ludwig Oberthür
Im Hinspiel brachte Hainsbergs Markus Weise (r.) die Gastgeber in Führung. Doch am Ende gewann Sebnitz mit 2:1. Foto: Karl-Ludwig Oberthür

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In der Fußball-Landesklasse Mitte steht der vorletzte Spieltag auf dem Plan. Alle sieben Spiele werden am Sonnabend zeitgleich ab 15 Uhr ausgetragen. Das Spitzenspiel steigt im Sebnitzer Waldstadion zwischen Gastgeber BSV 68 und dem Tabellenzweiten Hainsberger SV. „Natürlich ist es für Spieler und Trainer etwas Besonderes, schließlich ist es das für mindestens ein Jahr letzte Sebnitzer Heimspiel in der Landesklasse“, sagt BSV-Trainer Uwe Rahle.

Sein Team möchte sich mit einem Podiumsplatz aus der siebten Liga verabschieden, „daher würde uns ein Punkt gegen Hainsberg nicht so richtig voranbringen“. Sebnitz rangiert drei Zähler hinter Hainsberg auf Rang vier, punktgleich mit dem BSC Freiberg (3.) und Stahl Freital (5.).

Die Freitaler gastieren in Possendorf, und Stahl-Coach Jens Wagner muss an seiner ehemaligen Wirkungsstelle sicher viele Händeln schütteln. „Es ist nun fast ein Jahr her, dass ich weggegangen bin. „Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Ich freue mich auf das Spiel, auch wenn ich weiß, dass es sich bis zum Anpfiff etwas komisch für mich anfühlen wird“, sagt Wagner. „Wir gehen selbstbewusst in die Partie, haben mit Witzmann und Baumgarth nur zwei Jungs, die aus privaten Gründen fehlen werden. Dafür stehen Puskar, Reichel, Ruß und Heppner jetzt zur Verfügung.“

Rang drei haben die Stahl-Kicker fest im Visier. „Klar, daran halten wir weiterhin fest. Dazu gehört aber ein voller Erfolg am Sonnabend und die Hoffnung, dass die Konkurrenz um den Bronzeplatz patzt“, so der Freitaler Coach. Die Possendorfer haben indes Platz sieben in der Endabrechnung sicher, könnten aber noch den sechstplatzierten SV Bannewitz überholen, der derzeit drei Punkte mehr auf dem Konto hat.

Der SVB ist beim SV Wesenitztal (11.) zu Gast. In Bannewitz hing am vergangenen Sonntag der Haussegen etwas schief, nachdem der SVB daheim gegen Motor Wilsdruff (9.) mit 1:5 verlor und die letzte Chance auf eine Medaille in den Sand gesetzt hatte. „Das wird sicher nicht leicht in Wesenitztal“, schwant Klubchef Karl-Heinz van Pee nichts Gutes. Zumal die Bannewitzer auf ihren Cheftrainer Jens Hieckmann (Urlaub) und Spielmacher Michel Böhme (Gelb-Rot-Sperre) verzichten müssen. Für Wieland Steps und Christoph Egerer ist es die vorletzte Partie auf der Trainerbank der Wesenitztaler. Zur neuen Saison übernimmt Uwe Rahle das Training beim SVW.

Die Wilsdruffer erwarten am Sonnabend den zehntplatzierten Tabellennachbarn TuS Weinböhla. „Wir haben noch eine kleine Rechnung offen“, erinnert Trainer Paul Rabe an das Hinspiel. Vier Tore erzielten seine Schützlinge, verspielten aber eine 4:1-Führung, verloren 4:5 und mussten so ohne Punkte die Heimreise antreten.

Der Hartmannsdorfer SV Empor reist derweil zur Meisterfeier nach Mittweida und kann nach dem feststehenden eigenen Klassenerhalt befreit beim Landesliga-Aufsteiger aufspielen.

Steigt kein Team sportlich ab?

Gut möglich, dass es in der Endabrechnung gar keinen sportlichen Absteiger gibt. Mittweida steigt in die sechste Liga auf, von dort kommt kein Verein nach unten. Sebnitz zieht sich freiwillig aus der Landesklasse zurück. Damit sind zwei Plätze im 14er- Feld frei. Normalerweise steigen drei Vereine aus den Kreisoberligen auf, „allerdings darf das nur einer der drei jeweils Erstplatzierten sein“, so Landesklassen-Staffelleiter Günter Urban. Der Heidenauer SV steht als Aufsteiger bereits fest. In der Kreisoberliga Meißen kämpfen der Meißner SV und die SG Canitz um einen Platz in der Landesklasse. Anders stellt sich die Situation in der Kreisoberliga Mittelsachsen dar.

Denn die drei führenden Mannschaften (Flöha, Germania Mittweida II und Lichtenberg) haben allesamt den Aufstiegsverzicht erklärt. „Großwaltersdorf/Eppendorf, aktuell Tabellenvierter, würde das Aufstiegsrecht wahrnehmen, müsste dazu aber auf einen Podestplatz klettern“, so Urban. „Passiert das nicht, steigt aus Mittelsachsen keiner auf.“ Damit würden die Coswiger als Tabellenletzter der Landesklasse Mitte nicht absteigen. Einhelliger Tenor dort allerdings: „Wir planen ausschließlich für die Kreisoberliga.“