erweiterte Suche
Freitag, 14.09.2018

Hängepartie um Straßenschule

Die aktuelle Förderung geht nur bis Jahresende. Wie es danach weitergeht, soll jetzt schnell entschieden werden.

Von Julia Vollmer

Schülerin und Lehrerin beim Unterricht in der Straßenschule auf der Königsbrücker Straße.
Schülerin und Lehrerin beim Unterricht in der Straßenschule auf der Königsbrücker Straße.

© Sven Ellger

Die Straßenschule am Albertplatz ist vorerst gerettet. Doch die Förderung des Projektes der Treberhilfe ist erst mal nur bis Dezember klar. Wie es danach weitergeht, ist noch ungewiss. „Wir haben 40 Anmeldungen, ich weiß nicht so recht, was ich meinen Schülern sagen soll“, sagt Treberhilfe-Chef Dieter Wolfer. Auch seine zwei Mitarbeiter und zehn freien Dozenten wissen nicht, wie es Anfang 2019 weitergeht.

Der Sozialausschuss hat die Förderung des Projektes für Straßenkinder und Schulverweigerer bis Jahresende beschlossen. Im Herbst sollen die Gremien über das weitere Verfahren entscheiden.

„Die Straßenschule braucht auch für die nächsten Jahre eine verlässliche Perspektive, denn die Zahl der Schulabbrecher und Schulverweigerer in unserer Stadt steigt“, so Grünen-Stadträtin Tina Siebeneicher. Die notwendigen Gelder für dieses Angebot müsse im Haushalt 2019/20, der derzeit beraten wird, bereitgestellt werden. So sehen das auch Linke und SPD.

Von der Verwaltung kam der Vorstoß, das Projekt zu verstetigen. Jugendliche
und junge Erwachsene ohne Schulabschluss haben in der Straßenschule die Chance, nach einem Jahr Unterricht den Realschul- oder Hauptschulabschluss nachzuholen. (SZ/jv)